Fondsvermittlung durch Versicherer: Bafin prüft Erlaubnispflicht

In ihrem Entwurf einer Verlautbarung zur Vermittlung von Anteilen an Investmentfonds durch Angestellte eines Versicherungsunternehmens will die Aufsichtsbehörde Bafin die bisherige Praxis, demnach Mitarbeiter von Versicherungsgesellschaften auch Fondsanteile vermittelt hatten, verbieten.

„Die bisherige Verlautbarung des BAV in VerBAV 1991, 302 sowie die Ergänzung in VerBAV 1993, 154, die die Vermittlung von Anteilen an Investmentfonds durch Angestellte eines Versicherungsunternehmens als zulässig ansah, wird aufgehoben“, so der Entwurf wörtlich. Als Begründung gibt die Behörde an, dass die Vermittlung von Anteilen an offenen oder geschlossenen Investmentfonds durch Angestellte eines Versicherungsunternehmens „aufgrund des zusätzlichen finanziellen Risikos grundsätzlich ein versicherungsfremdes Geschäft“ darstellt und folglich nicht unter Paragraf 7 Abs. 2 Satz 1 des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) fällt.

Kommt die Verlautbarung entsprechend dem Entwurf durch, käme auf Versicherungsgesellschaften, die auch Investmentfonds vermittelt wollen, laut Branchenexperten eine Erlaubnispflicht ähnlich wie die für Finanzberater nach Paragraf 34 f Gewerbeordnung zu. >> Den Entwurf der Verlautbarung finden Sie hier

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