Sitz von Eiopa in Frankfurt am Main: Die Europäische Aufsichtsbehörde fordert Versicherer und Rückversicherer auf, Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe vorübergehend auszusetzen. | © imago images / Jan Huebner Foto: imago images / Jan Huebner

Forderung der Aufsicht

Versicherer sollen zunächst keine Dividende zahlen

Die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (Eiopa) fordert Versicherer und Rückversicherer auf, Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe vorübergehend auszusetzen. Das geht aus einem Statement hervor, das die Behörde am 2. April 2020 auf ihrer Webseite veröffentlicht hat.

Das Statement der Versicherungsaufseher muss als Warnung an die betreffenden Unternehmen verstanden werden, vor dem Hintergrund der noch nicht absehbaren Folgen der Infektionskrankheit Covid-19 jetzt das Geld beisammen zu halten. Eiopa schlägt vor, die Aussetzung der Dividendenzahlungen zu überdenken, sobald die finanziellen und auch die wirtschaftlichen Folgen der Krise deutlicher werden.

Früheren Angaben der Bafin zufolge, hält es Eiopa für wahrscheinlich, dass die Versicherer wegen des Corona-Virus in naher Zukunft mit schwieriger werdenden Bedingungen konfrontiert sein werden. Das gelte sowohl im Hinblick auf schwierige Marktbedingungen und die Aufrechterhaltung des Betriebs als auch im Hinblick auf den Schutz von Arbeitnehmern und Kunden. Die Finanzaufsicht Bafin hält derzeit „ein pauschales Ausschüttungsverbot für Versicherungsunternehmen und Pensionskassen derzeit nicht für geboten“.

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