Deutschlands schönste Frauen über 50: Eva Offenbeck, Kerstin Marie Huth-Rauscher und Anja Kern (von links). Foto: mgc-foto.de

Deutschlands schönste Frauen über 50: Eva Offenbeck, Kerstin Marie Huth-Rauscher und Anja Kern (von links). Foto: mgc-foto.de

Foto der Woche

Schönheit, die vom Alter kommt

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Von Beruf ist sie Rentnerin; sie zeichnet, liest und reist gerne und sieht sich als „lebens- und abenteuerlustig“. Mit dieser Selbstbeschreibung und ihrem natürlichen Auftreten überzeugt Kerstin Marie Huth-Rauscher schließlich die prominent besetze Jury um Schönheitschirurg Werner Mang, Schiedsrichter-Legende Walter Eschweiler und ZDF-Modepäpstin Astrid Rudolph und setzt sich im Finale gegen 19 Konkurrentinnen durch: Seither darf sich die 61-jährige Frankfurterin "Miss 50plus Germany 2015" nennen. Knapp geschlagen geben mussten sich Anja Kern (54) aus Meerbusch bei Düsseldorf und Eva Offenbeck (73) aus München.

Neben Glückwünschen hagelt es Preise: ein Foto-Shooting bei der Nürnberger Agentur MBS, eine Ägyptenreise, ein Model-Vertrag – und nicht zuletzt ein Jahresvorrat Elasten – großzügig zur Verfügung gestellt vom Hersteller und Hauptsponsor der Veranstaltung, dem Pharmaunternehmen Quiris Healthcare aus Gütersloh. Zu den weiteren Sponsoren gehören unter anderem der Reiseveranstalter Condor und die Hotelkette Kempinski.

Neben der Pharma- und der Reisebranche setzen auch andere Industriezweige mittlerweile ganz bewusst auf das Geschäft mit der lukrativen Zielgruppe der Best Ager – und verzeichnen dabei durchaus Erfolge. In punkto Mode ganz vorn mit dabei ist zum Beispiel der börsennotierte Textilhändler Adler aus dem unterfränkischen Haibach. Durch besonderes Marketing und ein speziell auf die Bedürfnisse von Best Agern zugeschnittenes Produktsortiment kann sich das Unternehmen deutlich von der Konkurrenz abheben – was die Adler-Aktie seit Jahren mit Kurssteigerungen honoriert. Allein seit Anfang 2013 stieg der Kurs um mehr als 170 Prozent. Zum Vergleich: Die Aktie des vor allem auf ein jugendliches Publikum zielenden schwedischen Modekonzerns Hennes & Mauritz schaffte im selben Zeitraum gerade einmal ein Plus von 35 Prozent. Noch schlechter da steht die Aktie des spanischen Konzerns Inditex mit einem Kursplus von nur 22 Prozent.

Während Hennes & Mauritz und Inditex in zahlreichen europäischen Aktienfonds seit Jahren prominent vertreten sind, macht sich die Adler-Aktie dort vergleichsweise rar. Größere Positionen halten eher kleinere Fonds, zum Beispiel der Warburg Small & Midcaps Deutschland und der Vilico Value Opportunity Fund mit je 3,5 Prozent. Bei einem anderen Fonds, von dem man ein solches Investment vielleicht noch am ehesten hätte erwarten können, herrscht dagegen Fehlanzeige: Der auf demografische Veränderungsprozesse ausgerichtete Mischfonds Guliver Demografie Wachstum kauft auf der Aktienseite in erster Linie börsennotierte ETFs und setzt mit diesem Instrument vor allem auf Länder mit jungen Gesellschaften wie Mexiko, Türkei oder Vietnam.

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