Auf zu neuen Höheflügen: Disney-Chef Robert Iger, Film-Bösewicht Darth Vader, Star-Wars-Erfinder George Lucas (von links) (Foto: Getty Images)

Auf zu neuen Höheflügen: Disney-Chef Robert Iger, Film-Bösewicht Darth Vader, Star-Wars-Erfinder George Lucas (von links) (Foto: Getty Images)

Foto der Woche

Walt-Disney-Aktie: Beeindruckend … sehr beeindruckend!

//
Noch dauert es rund zehn Monate bis zur Premiere, doch schon heute diskutieren Fans in aller Welt darüber, wie das in den 70er Jahren von Star-Regisseur George Lucas erfundene Weltraum-Epos Star Wars in Teil 7 wohl weitergeht. Ab dem 17. Dezember dürfte Das Erwachen der Macht auch in Deutschland die Kinokassen klingeln lassen. Der Gewinn fließt erstmals nicht mehr zu großen Teilen an Lucas, sondern an den Disney-Konzern, der 2012 sämtliche Rechte der Erfolgsmarke übernahm. Und Großes mit ihr vorhat: So sind die Teile 8 und 9 bereits fest in Planung, zudem kursieren derzeit Gerüchte zu mehreren Spin-Offs. Da spielt es auch kaum eine Rolle, dass sich Disney-Chef Robert Iger und Lucas offenbar entzweit haben und die neuen Filme ohne den Input des Altmeisters auskommen müssen.

Passend zum wieder aufflackernden Star-Wars-Hype überraschte Iger die Märkte Anfang Februar mit deutlich über den Erwartungen liegenden Quartalszahlen. Das gab der Disney-Aktie, die in den vergangenen fünf Jahren auf Dollar-Basis bereits knapp 240 Prozent zulegte, noch einmal einen Schub und hob sie erstmals über die Kursmarke von 100 US-Dollar. Deutsche Anleger kommen angesichts der jüngsten Währungsgewinne durch den schwachen Euro sogar auf ein Plus von 310 Prozent.

Die Liste der Fonds, die Disney im Portfolio haben, geht in die Hunderte: Schließlich ist die Aktie prominent in führenden Indizes wie dem Dow-Jones-30, dem S&P-500 und dem Dow Jones Global Titans 50 vertreten. Das beste Fünf-Jahres-Ergebnis aus diesem Kreis erzielte denn auch prompt ein passives Produkt: Der Source Consumer Discretionary S&P US Select Sector ETF, der in amerikanische Nicht-Basis-Konsumgüter investiert und Disney aktuell mit 6,6 Prozent gewichtet, legte seit Februar 2010 um 224 Prozent zu. Bestes aktiv gemanagtes Produkt ist der auf Freizeitaktien spezialisierte Invesco Global Leisure Fund mit einem Zuwachs von 186 Prozent. Dort kommt die Disney-Aktie aktuell auf einen Anteil von 3,5 Prozent. Von einer globalen Ausrichtung kann bei diesem Fonds aber kaum die Rede sein: Der USA-Anteil des Portfolios beträgt derzeit 93 Prozent.

Wer glaubt, dass es sich beim jüngsten Disney-Höhenflug um eine typisch amerikanische Erfolgsgeschichte handelt, wird beim Blick auf den deutschen Kurszettel schnell eines Besseren belehrt: Mit einem Zuwachs von 290 Prozent über die vergangenen fünf Jahre im Medienbereich mindestens ebenso erfolgreich war die Aktie von Pro Sieben Sat1. Anleger mit starken Nerven konnten noch deutlich mehr herausholen, wenn sie bei diesem Turnaround-Wert nicht erst im Februar 2010, sondern schon zwölf Monate früher eingestiegen wären. Damals notierte Pro Sieben Sat1 noch bei 95 Cent, heute sind es 40 Euro.

Immerhin seit Ende 2010 dabei: der DWS German Small/Mid Cap, in dessen Portfolio Pro Sieben Sat1 aktuell mit einem Anteil von 4,2 Prozent zu den drei größten Positionen gehört. Mit einem Fünf-Jahres-Plus von 156 Prozent ist der DWS German Small/Mid Cap denn auch der einzige deutsche Nebenwerte-Fonds, der den M-Dax schlägt. Eine Leistung, die Star-Wars-Bösewicht Darth Vader wohl mit einem seiner bekanntesten Sätze kommentieren würde: Impressive ... most impressive!