Die Ratingagentur Franke und Bornberg (F&B) hat ihr aktuelles Rating zur privaten Rechtsschutzversicherung veröffentlicht. Untersucht wurden 254 Tarife und Tarifvarianten von 38 Versicherungsgesellschaften. Das Ergebnis: Mehr als sechs von zehn Tarifen erreichen mindestens die Note FFF (sehr gut). Gleichzeitig bleibt rund ein Fünftel der Tarife im befriedigenden Bereich oder schlechter.
Tarife: 12 Prozent hervorragend, 2 Prozent mangelhaft
Im Segment Familie erhalten 11,8 Prozent der Tarife die Höchstnote FFF+ (hervorragend), 50,8 Prozent die Note FFF (sehr gut) und weitere 15,7 Prozent FF+ (gut). Auf der anderen Seite landen 12,6 Prozent bei FF (befriedigend), 7,1 Prozent bei F+ (ausreichend) und 2 Prozent bei F (mangelhaft). Kein Tarif fällt in die schlechteste Klasse F- (ungenügend).
Im Single-Segment ist die Verteilung ähnlich: Ebenfalls 11,8 Prozent der Tarife erreichen FFF+, 50 Prozent FFF und 15,4 Prozent FF+. Schlechter schneiden 11 Prozent mit FF, 9,1 Prozent mit F+ und 2,8 Prozent mit F ab.
Allerdings sind die Ergebnisse mit Vorsicht zu betrachten: Aufgrund der zur bekannten Noten-Skala hinzugefügten Bewertung „hervorragend“ ist das verwendete Schema relativ anbieterfreundlich. Das ist offensichtlich dem Geschäftsmodell von F&B geschuldet: Ausgezeichnete Unternehmen können kostenpflichtige Siegel zu Vertriebs- und Marketingzwecken erwerben.


