Die gewerbliche Inhaltsversicherung, auch Inventarversicherung genannt, zahlt für Schäden an Waren, Vorräten und Betriebseinrichtung. Anders als bei der Haftpflichtversicherung ist der grundsätzliche Umfang des Versicherungsschutzes nicht vorab definiert, sondern lässt sich durch Einschluss oder Abwahl der versicherten Gefahren individuell bestimmen.

Für ihr erstes Rating der gewerblichen Inhaltsversicherungen haben die Forscher von Franke und Bornberg 67 Tarife und 234 Tarifvarianten von 41 Gewerbeversicherern analysiert. Die Analysten filterten zunächst aus den am Markt verfügbaren Bedingungswerken 209 Leistungsaspekte heraus, in denen sich die Produkte unterscheiden.

 

 

In einem zweiten Schritt verdichteten sie diese auf die 62 wichtigsten Bewertungskriterien für das Rating. Dabei konzentrierten sie sich vor allem auf die Gefahren Feuer, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl und Sturm, aber auch erweiterte Deckung und Elementarschäden. Für alle Betriebe relevante Leistungen haben sie zudem höher gewichtet, während sie branchenspezifische Leistungen – wie zum Beispiel die Versicherung von Gefrier- und Kühlgut für Supermärkte –außer Acht ließen.

Anschließend ermittelten die Forscher für jeden Tarif eine Gesamtwertung und ordneten diesen in eine der sieben Ratingklassen (FFF+/ hervorragend bis F-/ ungenügend) ein.

7 Top-Tarife von 5 Versicherern

Das Ergebnis: Sieben Tarife von fünf Gesellschaften erreichen das Top-Rating FFF+. Diese Versicherer sind:

  • Allianz Versicherung
  • Generali Deutschland
  • Inter Allgemeine Versicherung
  • Münchener Verein Allgemeine Versicherung
  • Württembergische Versicherung.

Jeweils 20 Tarife bekamen die zweitbeste Wertung FFF und die drittbeste FF+. Drei Policen landeten am unteren Ende der Skala: Ein Tarif erhielt mit F- die schlechteste Note „ungenügend“, für zwei weitere reichte es gerade einmal für ein „mangelhaft“ (F).