Peter Stowasser, Deutschland-Vertriebschef von Franklin Templeton

Peter Stowasser, Deutschland-Vertriebschef von Franklin Templeton

Franklin K2 Alternative Strategies Fund

„Die perfekte Ergänzung fürs Portfolio“

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DAS INVESTMENT: Der Franklin K2 Alternative Strategies ist jetzt rund zwei Jahre am Markt. Wie hat sich die Nachfrage entwickelt?

Peter Stowasser: Die Nachfrage ist gut. In Deutschland haben wir bislang um die 100 Millionen Euro eingesammelt. Wir hatten anfangs bei Auflegung 2014 starke Zuflüsse. Dann war das Interesse etwas abgeflaut, jetzt zieht es wieder an. Nicht nur bei unserem K2-Fonds, sondern im gesamten Markt der alternativen Strategien hat die Nachfrage zuletzt deutlich zugenommen. Man spürt die Auswirkungen der lockeren Notenbankpolitik mit den niedrigen Zinsen. In einem solchen Umfeld wächst der Bedarf an Alternatives.

Auch das Angebot?

Stowasser: Viele Banken, Dachfondsmanager und Vermögensverwalter versuchen eine eigene Expertise aufzubauen. Das bringt Bewegung in den Markt, auch das mediale Interesse ist gestiegen. Viele neue Strategien sind dazu gekommen. Das zunehmende Angebot steigert wiederum die Nachfrage. Unser K2-Fonds hebt sich durch seinen Multi-Manager-Ansatz und die mehr als 20-jährige Erfahrung der Fondsmanager in den USA ab. So können wir bei einer vergleichsweise guten Kostenstruktur einen nachweisbaren Erfolg vorzeigen.

Wer interessiert sich für den Fonds?

Stowasser: Der Fonds ist vor allem im Private Banking und Wealth Management gefragt, aber auch institutionelle Kunden wie Dachfondsmanager oder Vermögensverwalter sind interessiert. Im Privatkundenbereich gibt es ebenfalls Nachfrage, die hält sich bislang aber in Grenzen.

Woran hakt es im Retail-Bereich?

Stowasser: Der Fonds kombiniert mehrere Hedgefonds-ähnliche Strategien, die auch mit Derivaten arbeiten. Sobald im Privatkundenbereich Begriffe wie alternativ, Hedgefonds oder Derivate fallen, sind die Anleger verunsichert. Der Madoff-Skandal ist bei vielen immer noch im Hinterkopf. Unser Fonds ist allerdings komplett anders konstruiert. Das Geld geht bei uns gerade nicht an die einzelnen Manager, die für die verschiedenen Strategien zuständig sind, sondern wird auf unseren Konten gelagert und taggleich analog verwaltet. Das ist ein wichtiger Unterschied.

Die Performance des Fonds war in den ersten sechs Monaten sehr stark. Dann ist sie abgeflacht. Woran lag es?

Stowasser: Gegenüber Mitbewerbern müssen wir uns nicht verstecken. Man muss schauen, was im Markt möglich ist, die letzte Zeit war für viele alternative Strategien nicht einfach. Nach dem Brexit-Votum haben die vier einzelnen Strategien – Long-Short-Equity, Event-Driven, Global Macro und Relative Value – im Juli aber alle einen positiven Beitrag, der von 1 bis 4 Prozent reicht, zur Performance geliefert. Ziel ist ein aktienähnlicher Ertrag bei geringerer Volatilität über einen längeren Zeitraum. Der Fonds ist keine eierlegende Wollmilchsau, die alles auf einmal kann. In steigenden Aktienmärkten soll der Fonds eine möglichst hohe Korrelation mit Aktien aufweisen. Wichtiger ist jedoch, dass er in Abwärtsphasen weniger stark fällt.

Wie lässt sich der Fonds ins Portfolio integrieren?

Stowasser: Der Fonds ist eine gute Beimischung, die 10, 15 oder sogar bis zu 20 Prozent ausmachen kann. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass eine Beimischung bis zu 20 Prozent über 20 Jahre das Renditepotenzial steigern kann – ohne das Risiko zu erhöhen.

Ist er ein Ersatz für Anleihen?

Stowasser: Nein, er ist keine Anleiheersatz, sondern eine perfekte Ergänzung für das Portfolio, um das Risiko zu senken. Und das bei beständigen Erträgen oder bei gleichzeitiger Erhöhung des Ertrags.

Planen Sie weitere Fonds im alternativen Bereich?

Stowasser: Es sind Produkte in der Planung. Mit diesen werden wir unsere Expertise in Bereichen nutzen, in denen unsere Mitbewerber nicht so stark sind.

Welche Rolle spielen alternative Strategien für Sie im Vertrieb in Deutschland?

Stowasser: Wir fassen unter alternativen Strategien drei Felder zusammen. Das erste sind Liquid Alternatives, also zurzeit der K2-Fonds. Ein zweites Feld ist unsere Franklin Diversified-Familie, die Multi-Asset-Fonds. Der Templeton Growth Fund ist seit jeher unser Flaggschiff. Der Templeton Growth Fund der Zukunft könnte aber durchaus ein Multi-Asset-Produkt sein. Der dritte Bereich sind ETFs, die einen gemanagten Zusatz in Form eines Betas haben. In den USA haben wir solche Produkte schon länger im Angebot. Im nächsten Jahr werden wir sie wahrscheinlich auch in Deutschland anbieten. Der gesamte alternative Bereich spielt für uns eine immer größere Rolle neben unseren „Home Turfs“ Emerging Markets, globale Anleihen sowie den globalen Aktien.

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