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Aktualisiert am in Die Spezialisten für globale GeldanlageLesedauer: 6 Minuten
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Franklin-Templeton-Experte im Interview „Endlich liefert die Rentenanlage wieder das, was sie soll“

Peter Gorynski ist Director Sales Retail für Deutschland bei Franklin Templeton.
Peter Gorynski: „Obwohl unsere Laufzeitfonds aktiv gemanagt sind, haben wir die Kosten für sie so gering wie möglich gehalten, sie sind vergleichbar mit den Kosten für einen ETF.“ | Foto: Franklin Templeton

DAS INVESTMENT: Herr Gorynski, die Fed-Geldpolitik bleibt starr, Zinssenkungen werden in die Zukunft verschoben. Bleiben höhere Zinsen über einen längeren Zeitraum erhalten?

Peter Gorynski: Festzustellen ist, dass die Inflation in Europa und den USA zurückgeht. Jüngst wurde gemeldet, dass die Teuerung in Großbritannien im Mai erstmals seit fast drei Jahren wieder die Zielmarke von 2 Prozent erreicht hat, die Verbraucherpreise erhöhten sich auf Jahressicht um 2 Prozent. Zwar läuft die Abschwächung der Inflation langsamer als erwartet ab, aber der Trend ist insgesamt rückläufig. Während zu Jahresbeginn noch mit einem halben Dutzend Zinsschritten im Jahresverlauf gerechnet wurde, gehen die US-Großbanken nun nur noch von einem bis drei Zinsschritten von jeweils 25 Basispunkten aus. Hintergrund ist die sehr robust laufende US-Wirtschaft. In Europa und in Deutschland sieht es anders aus, hier schwächelt die konjunkturelle Entwicklung, die EZB hat daher kürzlich den Leitzins um 25 Basispunkte von 4,5 auf 4,25 Prozent gesenkt. Dennoch werden die Zinsen in Europa und den USA weiterhin auf höherem Niveau bleiben.

Was spricht neben der Geldpolitik für Rentenanlagen?

Gorynski: Die Marktteilnehmer gehen im Konsens davon aus, dass die Höchststände bei den Zinsen hinter uns liegen. Für Anleihenanleger bleibt das Zinsumfeld dennoch unverändert attraktiv. Endlich liefert die Rentenanlage wieder das, was sie soll, nämlich einen sicheren, defensiven Baustein innerhalb eines Portfolios. Eine Rentenanlage im Portfolio kann jetzt je nach Risikoneigung zwischen 3 und 6 Prozent Rendite abwerfen. Dadurch lassen sich mögliche Kursverluste auf der Aktienseite abfedern.

Unser defensiver Charakter ist derzeit sehr willkommen, unterliegt die Weltwirtschaft doch vielen Unsicherheiten im Hinblick auf die Geopolitik. Hinzu kommen konjunkturelle Unwägbarkeiten in den USA bei gleichzeitig hohen Bewertungen des Aktienmarkts, und nicht zu vergessen die US-Wahl im November. Auch die Europawahl hat neue Unwägbarkeiten gebracht. Der französische Leitindex CAC 40 zeigte sich nach der Wahl sehr schwach. Anleihenanlagen, auf der anderen Seite, sind daher wieder chancenträchtige Ertragsbringer: Sie liefern Zinserträge und ermöglichen Kurssteigerungen bei gleichzeitig moderatem Risiko.

 

Was war der Beweggrund für die Auflage des Franklin Responsible Income 2029 Fund?

Gorynski: Dazu sind zwei Aspekte zu nennen. Zum einen das nach wie vor ideale Kapitalmarktumfeld, das Anleihen zu sehr gut geeigneten Bausteinen macht. Unser Laufzeitfonds Franklin Responsible Income 2028 Fund hat den Anlegern 4,7 Prozent Rückzahlungsrendite gebracht. Der Franklin Respnsible Income 2029 weist aktuell eine Rückzahlungsrendite von 4,2 Prozent aus. Zum anderen hat uns die konstante Nachfrage bewogen, diesen neuen Laufzeitfonds aufzulegen. Und aus Kapitalmarktsicht sollte der  Zeitraum für Anleiheinvestments bis 2029  attraktiv bleiben.

Könnten Sie einen Einblick in das Portfolio geben? Was ist das Besondere am Fonds?

Gorynski: Laufzeitfonds sind Rentenfonds mit fester Laufzeit. Unser Fonds wird 2029 fällig. Dadurch ist das Zinsänderungsrisiko deutlich geringer, Anleger profitieren zum Fälligkeitsdatum von Kapitalerhalt und Zinsausschüttungen. Die Erträge sind daher zuverlässig planbar.

Wir haben ein globales breit gestreutes Portfolio aus bis zu 100 Titeln, derzeit sind es 80 Titel. Alle Portfoliowerte laufen auf Euro, wodurch den Anlegern keine Währungsrisiken entstehen.

An wen richtet sich der Fonds?

Gorinsky: An Privatanleger, die genau diese Planbarkeit wünschen, dabei dank aktivem Management defensiv aufgestellt sein wollen und sehr genau auf Kosten achten. So beträgt der Ausgabeaufschlag maximal 1 Prozent, die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) beläuft sich, je nach Tranche, auf schlanke 0,35 bis 0,75 Prozent. Der ideale Anlagenzeitraum für dieses Produkt sind fünf Jahre. Anleger, die vor Ablauf der Fondslaufzeit das Produkt verkaufen wollen, müssen keine Exit-Gebühr bezahlen.  

Für einen aktiv verwalteten Fonds sind die Gebühren gering. Mit welcher Mindestanlage sind Anleger dabei?

Gorynski: Investieren können Privatanleger ab einer Mindestanlagesumme von 1.000 Euro. Die Schwelle ist sehr niedrig gehalten, weil wir Anlegerinnen und Anlegern auch mit kleineren Anlagebeträgen die Möglichkeit bieten wollen, vom aktuellen Zinsniveau zu profitieren.

Mehr zum Franklin Responsible Income 2029 Fund finden Sie hier.

 

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