Werner Taiber. Foto: Susanne Schmidt-Dominé

Werner Taiber. Foto: Susanne Schmidt-Dominé

Französisch-deutsches Fondshaus Oddo und Meriten nehmen jetzt auch deutsche Privatanleger ins Visier

Seit April gehört die Düsseldorfer BNY-Mellon-Tochter Meriten Asset Management zur französischen Finanzgruppe Oddo & Cie. Nun stimmte auch die Bafin der Transaktion zu: Damit gilt die Übernahme als abgeschlossen. Beide Unternehmen firmieren unter dem Namen Oddo Meriten Asset Management - und suchen nach neuen Kunden. 

Man wolle in Deutschland verstärkt private Sparer erreichen, erklärt Meriten-Chef Werner Taiber im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Bislang hatte sich die Düsseldorfer Fondsgesellschaft überwiegend auf institutionelle Kunden konzentriert. Neue Produkte geplant

So sollen Publikumsfonds von Oddo, die bislang nur für Kunden in Frankreich und Italien erhältlich waren, auch in Deutschland vertrieben werden. Außerdem will Oddo Meriten Asset Management laut Taiber neue Produkte auf den deutschen und französischen Markt bringen. 

Die neue Gesellschaft will deutschen Privatkunden „über Banken, Dachfonds und unabhängige Vermittler eine breite Palette an Aktien-, Misch- und Laufzeitenfonds“ zur Verfügung stellen. Im institutionellen Geschäft will Oddo Meriten Asset Management verstärkt auf Versicherer und Pensionskassen zugehen und sie für europäische Aktien und Wandelanleihen gewinnen. Bisherige Meriten-Publikumsfonds wohl bald mit neuem Namen

Die bisherigen Publikumsfonds der Meriten Asset Management, die unter dem Namen der einstigen Mutter BNY Mellon laufen, sollen umbenannt werden. Dazu führe man derzeit Gespräche, so Taiber. 


Hintergrundinfo: Oddo Meriten Asset Management verwaltet ein Vermögen in Höhe von 45 Milliarden Euro. 55 Prozent der Kunden kommen aus Deutschland, 37 Prozent aus Frankreich und 8 Prozent aus anderen Märkten. 76 Prozent der Kunden sind institutionelle Investoren, 24 Prozent kommen aus dem Drittvertrieb.

Mehr zum Thema