Frauen-Quote ist mau

Nur 8 Prozent Frauen unter Fondsmanagern

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Nur 8 Prozent der Manager deutscher Fonds sind weiblich. Das hat eine Analyse der Fondsfrauen ergeben, die dafür die Datenbank von Morningstar ausgewertet haben. Von 1.021 Fondsmanagern sind in Deutschland 86 weiblich. Etwas besser sehen die Zahlen in Österreich aus: Hier sind immerhin 10 Prozent der Fondsmanager Frauen.

An fehlender Kompetenz kann es nicht liegen: Die Fonds in Österreich, die mindestens eine Frau im Team haben, verzeichnen im Schnitt ein etwas höheres Morningstar-Rating (3,14 statt 2,96). In Deutschland macht das Geschlecht der Manager so gut wie keinen Rating-Unterschied (3,01 zu 3,07).

Am Interesse für Finanzthemen fehlt es den Frauen auch nicht: Die Absolventen-Zahlen der Humboldt-Universität in Berlin weisen einen deutlichen Frauen-Anteil aus. Zum Sommersemester 2014 verließen 63,1 Prozent Bachelor-Absolventinnen die Uni, 56,5 Prozent der Absolventen mit Master-Abschluss waren weiblich.

Verloren gehen die zukünftigen Fondsmanagerinnen auf dem Weg nach oben: Insgesamt liegt ihr Anteil laut Zahlen des Arbeitgeberverbandes des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) bei 50,1 Prozent unter allen Beschäftigten. Bei den unter 30-Jährigen ist ihr Anteil sogar noch höher. Nur in den Führungspositionen sucht man sie dann wieder. Hier sind nur 30,7 Prozent Frauen vertreten. Kleiner Hoffnungsschimmer: Vor 25 Jahren lagt diese Quote noch bei unter 10 Prozent.

Die Fondsfrauen setzen sich dafür ein, die 8 Prozent auf 30 Prozent zu steigern. Dabei orientieren sie sich an der gesetzlichen Frauenquote in Aufsichtsräten.

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