Frauen-Quote ist mau Nur 8 Prozent Frauen unter Fondsmanagern
An fehlender Kompetenz kann es nicht liegen: Die Fonds in Österreich, die mindestens eine Frau im Team haben, verzeichnen im Schnitt ein etwas höheres Morningstar-Rating (3,14 statt 2,96). In Deutschland macht das Geschlecht der Manager so gut wie keinen Rating-Unterschied (3,01 zu 3,07).
Am Interesse für Finanzthemen fehlt es den Frauen auch nicht: Die Absolventen-Zahlen der Humboldt-Universität in Berlin weisen einen deutlichen Frauen-Anteil aus. Zum Sommersemester 2014 verließen 63,1 Prozent Bachelor-Absolventinnen die Uni, 56,5 Prozent der Absolventen mit Master-Abschluss waren weiblich.
Verloren gehen die zukünftigen Fondsmanagerinnen auf dem Weg nach oben: Insgesamt liegt ihr Anteil laut Zahlen des Arbeitgeberverbandes des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) bei 50,1 Prozent unter allen Beschäftigten. Bei den unter 30-Jährigen ist ihr Anteil sogar noch höher. Nur in den Führungspositionen sucht man sie dann wieder. Hier sind nur 30,7 Prozent Frauen vertreten. Kleiner Hoffnungsschimmer: Vor 25 Jahren lagt diese Quote noch bei unter 10 Prozent.
Die Fondsfrauen setzen sich dafür ein, die 8 Prozent auf 30 Prozent zu steigern. Dabei orientieren sie sich an der gesetzlichen Frauenquote in Aufsichtsräten.
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