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Frisch aufgelegt Diese Fonds sind neu am Markt

Saab-Eishockey-Arena in Linköping
Saab-Eishockey-Arena in Linköping: Der schwedische Flugzeugbau- und Rüstungskonzern zählt zu den Top-Positionen im neuen Hard-Value-Fonds der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank. | Foto: Imago Images / Bildbyran

Schroders erweitert Zugang zu Private Assets mit erstem ELTIF

ELTIFs, oder „European Long-Term Investment Funds“, sind geschlossene Anlagevehikel, die Privatanlegern einen besseren Zugang zu Private-Markets-Investments mit langfristigem Kapitalbedarf wie Infrastruktur und Immobilien sowie zu kleinen und mittleren Unternehmen ermöglichen sollen. Dies schreibt der hauptsächlich in London ansässige Vermögensverwalter Schroders Capital, der nun seinen ersten ELTIF – den Schroders Capital Private Equity ELTIF 2023 - auf den Markt bringt.

Schroders reagiert damit auf die vom EU-Parlament beschlossene Änderung der Regulierung für ELTIF. Bislang konnten Privatanleger nur in ELTIFs investieren, sofern sie über freies Vermögen von 100.000 Euro oder mehr verfügten – und dann auch nur mit einer Mindestanlagesumme von 10.000 Euro. Diese Anforderungen entfallen jedoch mit dem Parlamentsbeschluss.

Der Schroders Capital Private Equity ELTIF 2023 wird sich nach Angaben von Schroders auf Private Equity Buyout- und Wachstumsinvestitionen im unteren und mittleren Marktsegment konzentrieren. Der Schwerpunkt liege auf europäischen Unternehmen. Schroders will sich mit dem Fonds jedoch die Flexibilität erhalten, auch in Unternehmen außerhalb Europas zu investieren, die über ein starkes operatives Engagement in Europa verfügen.

Dabei handele es sich in der Regel um qualitativ hochwertige Unternehmen, die sich in Familienbesitz befinden oder von Gründern geführt werden und einen Partner für die nächste Wachstumsphase suchen. Ziel des ELTIF sind Investitionen in den Sektoren Industrie, Dienstleistungen für Unternehmen, Konsumgüter, Technologie und Gesundheit. Der Zeithorizont der Investitionen ist nach Angaben von Schroders mittel- bis langfristig und liegt zwischen drei und sieben Jahren. Wie Schroders mitteilt, weist der Fonds ökologische und/oder soziale Merkmale gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung auf.

 

Robeco bringt den ersten ESG Private Debt Fonds auf den Markt

Robeco legt den Robeco Sustainable Senior Loan Fund (SLF) auf. Dabei handelt es sich um den zweiten geschlossenen Private-Debt-Fonds des Unternehmens und den ersten Fonds, der Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt. Der SLF hat bisher Kapitalzusagen in Höhe von 130 Millionen Euro erhalten, darunter eine Zusage des Ankerinvestors Orix Corporation Europe N.V., einer Tochtergesellschaft der Orix Corporation und gleichzeitig Muttergesellschaft von Robeco.

Das Ziel des SLF ist es, die anhaltende Verlagerung der Kreditvergabe weg von traditionellen Bankkrediten hin zu alternativen Kreditgebern zu nutzen, indem die Fondsmanager kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Fremdkapitalfinanzierungen zur Verfügung stellen, die zuvor einem Nachhaltigkeitsscreening unterzogen wurden. Der regionale Fokus liegt auf den wirtschaftsstarken und kreditgeberfreundlichen Regionen Benelux und Dach. Möglich sind auch ausgewählte Investitionen in den skandinavischen Ländern.

Für den Benelux-Raum sind Erik Hylarides und Hendrik Jan Kroon in Rotterdam zuständig, für den deutschsprachigen Raum Glebs Ivanovs und Erwin Schreiber in Frankfurt. Das Investmentteam ist Teil der Fixed-Income-Einheit von Robeco, in der weltweit mehr als 100 Anleiheexpertinnen und -experten ein Vermögen von rund 60 Milliarden Euro verwalten. „Wir sehen ein großes Interesse von Investoren, die sich bei ihren Private Debt-Allokationen eine Integration von Nachhaltigkeit wünschen“, sagt Victor Verberk, Leiter des Bereichs Anleihen und Nachhaltigkeit (CIO Fixed Income und Sustainability) bei Robeco.

Franklin Templeton bringt einen Klima-ETF mit Schwerpunkt Schwellenländer für europäische Anleger auf den Markt

Franklin Templeton hat die Auflegung des neuen Franklin MSCI Emerging Markets Paris Aligned Climate UCITS ETF (ISIN: IE000QLV3SY5) im Rahmen seiner Franklin Templeton ETF-Palette bekannt gegeben. Der neue Artikel 8-konforme ETF orientiert sich an den Zielen des Pariser Klimaabkommens und investiert in Wertpapiere aus Schwellenländern, die sich auf dem Weg zu kohlenstoffarmen Technologien befinden.

Dieser neue ETF wird den MSCI Emerging Markets Climate Paris Aligned Index abbilden, ein Index aus großen und mittelgroßen Unternehmen aus 24 Emerging Markets, die auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Wirtschaft sind. Der Fonds wurde entwickelt, um Anleger zu unterstützen, die ihr Engagement in physischen Klimarisiken reduzieren möchten. Gleichzeitig sollen sie von den Chancen profitieren, die sich aus den Dekarbonisierungszielen des Pariser Klimaabkommens ergeben.

Für das Management des ETF sind Dina Ting, Leiterin des globalen Index-Portfoliomanagements bei Franklin Templeton und Lorenzo Crosato, Portfolio Manager des ETF bei Franklin Templeton, verantwortlich. Die Top-3-Werte sind derzeit Taiwan Semiconductor, Tencent und Samsung Electronics. Der Franklin MSCI Emerging Markets Paris Aligned Climate UCITS ETF ist seit dem 10. März an der Deutschen Börse Xetra (XETRA) und seit dem 14. März an der Borsa Italiana sowie an der London Stock Exchange (LSE) notiert.

 

Neuer Value-Fonds setzt ausdrücklich auch auf Nicht-ESG-Themen

Quelle Fondsdaten: FWW 2024

In Deutschland ist mit der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank ein neuer Fondsanbieter an den Start gegangen. Bereits seit Anfang des Jahres vertreibt das Frankfurter Institut den Hard Value Fund (ISIN:DE000A3D1ZP1) über die Internetseite van grunsteyn.com. Das Ziel von Fondsmanager Patrick Grewe ist finanzielle Nachhaltigkeit. Bei seinen Investments schränkt er sich nicht durch formale ESG-Kriterien ein. Vielmehr investiert er auch in Sektoren wie Tabak, Cannabis, Atomkraft, fossile Energie und Rüstung. Aktuell machen Aktien von Unternehmen aus den Bereichen Atom und fossile Energie 24 Prozent des Portfolios aus, Rüstungsunternehmen 21 Prozent und Unternehmen, die Tabak- und Cannabisprodukte herstellen, weitere 13 Prozent. Die deutschen Rüstungswerte Hensoldt und Rheinmetall, der schwedische Flugzeugbau- und Rüstungskonzern Saab und der Tabakkonzern British American Tobacco sind derzeit die größten Positionen.

„Wertfrei bedeutet, dass wir keine Branchen nach pauschalen Kriterien ausschließen oder Kapital nach ESG-Scores allokieren. Wir wählen Aktien aus, die aus fundamentaler Sicht unterbewertet sind und über ein entsprechendes Kurspotenzial verfügen. Dabei berücksichtigen wir sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien. Dividendentitel gewichten wir besonders stark“, schreibt das Management. Ein Teil der Unternehmensgewinne der Fondssparte „van Grunsteyn“ soll für ökologische und soziale Zwecke zur Verfügung gestellt werden. „Als Unternehmen tragen wir eine hohe Verantwortung für Natur und Gesellschaft. Es ist Teil unserer Philosophie, diese Verantwortung wahrzunehmen und aktiv positive Beiträge zu leisten“, heißt es auf der Website des Anbieters.

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