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Die Verwaltungsratschefin von Fidelity, Abilgail P. Johnson, will im Bereich digitaler Vermögenswerte experimentieren.  | © Screenshot, Youtube

Lückenschluss Fidelity baut Digital Assets Services auf

Bereits im Oktober 2018 hat der US-Finanzdienstleister Fidelity Investments ein Unternehmen gegründet, das sich mit seinen Dienstleistungen auf sogenannte digitale Vermögenswerte beziehungsweise Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether ausrichtet. Das Unternehmen trägt den Namen Fidelity Digital Assets Services und geht aktuellen Firmenangaben zufolge im März 2019 an den Start.

Mit dem Ableger will Fidelity – mit einem verwalteten Kundenvermögen von mehr als 7,2 Billionen US-Dollar einer der größten Finanzdienstleister der Welt – seinen institutionellen Kunden in den USA Zugang zu digitalen Assets verschaffen. Teil des Angebotsspektrums seien Dienstleistungen, die speziell auf digitale Vermögenswerte zugeschnitten sind. Zielgruppe von Fidelity Digital Assets Services sind zum Beispiel Hedgefonds, Family Offices und Finanzintermediäre.

Fidelity Investments, nicht zu verwechseln mit der in Deutschland tätigen Fidelity International, bietet institutionellen Marktteilnehmern künftig beispielsweise Verwahrmöglichkeiten für deren digitale Vermögenswerte an. Darüber hinaus wollen die US-Amerikaner ihren Kunden bei der Abwicklung im Handel mit Kryptowährungen helfen.

Die Chefin des Fidelity-Verwaltungsrates, Abigail P. Johnson, sagt: „Wir werden langfristig investieren und bei der Wahl der Wege experimentieren, wie wir diese aufstrebende Anlageklasse unseren Kunden verständlich machen, um sie zu nutzen.“ Fidelity verfügt nach eigener Darstellung über mehrjährige Erfahrung bei der Erkundung der Blockchain-Technologie. Eine der ersten Anwendungen von Blockchain ist die Kryptowährung Bitcoin. Die Gründung von Fidelity Digital Assets sei nur der erste Schritt einer langfristigen Vision, die auf den Aufbau einer Plattform für digitale Assets hinauslaufen soll. 

Bei Fidelity hat man sich intensiv mit dem Marktangebot und den Nutzergruppen von digitalen Assets beschäftigt und kommt zu der Erkenntnis, dass es für Privatanleger bereits zahlreiche Dienstleister gebe. Bei institutionellen Investoren besteht nach Einschätzung der US-Amerikaner jedoch ein Mangel. Die Folge sei eine paradoxe Situation: Laut einer Umfrage des Beratungshauses Greenwich Associates sind 70 Prozent der für Finanzen verantwortlichen Führungskräfte der Meinung, dass Kryptowährungen „ihren Platz in der Industrie“ haben. Doch viele dieser Firmen zögerten laut Fidelity mit dem Markteintritt.  

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