Keine Alternative zum Traumberuf

22 Fragen an Frank Schwarz

„Für mich gab es keinen Plan B“

  1. Ihre erste prägende Erfahrung zum Thema Geld?

Ein Börsenspiel der Zeitschrift „Capital“, als ich 14 Jahre alt war. Danach stand für mich fest, dass ich Fondsmanager werden wollte

  1. Wären Sie nicht Fondsmanager geworden, wären Sie heute …

…immer noch Portfoliomanager. Das war schon immer mein Traum, daher gab es nie einen Plan B

  1. Haben Sie ein berufliches Vorbild?

Peter Lynch. Er erzielte mit seinem Magellan Fund von Fidelity zwischen 1977 und 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29 Prozent pro Jahr. Das hat mich sehr beeindruckt

  1. Welche andere Persönlichkeit imponiert Ihnen?

Ich habe früher aktiv Tischtennis gespielt, daher ist Timo Boll in vielerlei Hinsicht ein Vorbild für mich. Er zeigt einen Siegeswillen, wie es kein anderer tut, und überlegt sich jeden seiner Schläge genau – beinahe wie bei einem taktischen Schachzug

  1. Welches Buch sollte jeder Fondsmanager gelesen haben?

Neben „One Up on Wall Street“ von Peter Lynch das Buch „The Everything Store“ über Amazon

  1. Wie motivieren Sie sich, wenn Sie mit Ihrem Fonds einmal hinter der Konkurrenz zurückbleiben?

Mit der festen Überzeugung, langfristig in die Gewinneraktien investiert zu haben. Zwischendurch kann es allerdings manchmal ziemlich wehtun

  1. Und die Belohnung, wenn Sie alle anderen abgehängt haben?

Das Gefühl, dass wir das Beste für unsere Kunden erreicht haben, ist für mich das größte Lob. Und wenn uns dies auch noch von den Kunden widergespiegelt wird, bin ich sehr zufrieden mit unserer Leistung

  1. Ihr bislang schönstes Erlebnis als Fondsmanager?

Das Vertrauen meiner Kunden beim Wechsel zu Mainfirst. Viele sind mir gefolgt, obwohl ihnen der Name Mainfirst damals noch unbekannt war

  1. Welchem verpassten Investment trauern Sie noch heute nach?

Dem Streaming-Dienst Netflix

  1. Worüber haben Sie sich in jüngster Zeit so richtig geärgert?

Über Politiker, die nur das Geld verteilen, ohne sich darum zu kümmern, dass es erst erwirtschaftet werden muss

  1. Und wem würden Sie gern einmal gehörig die Meinung sagen?

Eben diesen Personen

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