Foto: Uwe Noelke

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Funds Excellence 2014

Das Treffen der VV-Fonds-Branche

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Wie sollen Anleger in einer Welt, die von japanischen Verhältnissen bedroht ist, noch angemessene Renditen erzielen? Steht vor einem neuen Super-Zyklus der USA eine neuerliche Finanzkrise? Oder auch: Wie viel Multi Asset ist nötig? Diese und zahlreiche andere Fragen beantworteten Vertreter der Top-Fondsanbieter am 9. Juli auf der funds excellence in Frankfurt. Halbstündige Impulsvorträge zu sämtlichen Themen, die für Vermögensverwalter, institutionelle Investoren, Produktentscheider oder Versicherungen von Interesse sind, gaben Einblick in neue Entwicklungen und ermöglichten einen Blick auf passende Produkte. Die Veranstaltung im Frankfurter Kap Europa ist das Treffen der Branche, bei dem es um vermögensverwaltende Fonds und Lösungen geht. Dazu gab es drei thematische Schwerpunkte: Family Offices, Stiftungen und Philanthropie. Während sich die Vertreter der Fondsanbieter verstärkt mit den niedrigen Zinsen auseinander setzten und Lösungsansätze zwischen alternativen Investments und Marktpsychologie diskutierten, versuchten sich die Teilnehmer der Paneldiskussion über Family Offices an einer Definition des weiten Begriffs. Mit dabei ausgewiesene Branchenkenner wie die Finanzwissenschaftlerin Yvonne Brückner, die Beraterin Pia Sauerborn, sowie die Branchenvertreter Andreas Rhein, Christoph Weber und Christoph Zapp. Der Grundtenor: Idealtypisch sind Family Offices frei von Interessenskonflikten. Der Themenblock zu Stiftungen setzte sich unter anderem damit auseinander, inwiefern Stiftungen von modernen Multi-Asset-Ansätzen profitieren können. Auch bei den Stiftungsvertretern ein großes Thema: die niedrigen Zinsen. Als Lösungsansätze gaben die Experten verschiedene Tipps. Von einem Fokus auf echtem und nachhaltigem Wachstum auf der Aktienseite bis hin zu Investments mit Carry-Effekten und einer Umkehrung der Illiquiditätsprämie war dabei die Rede. Hintergrund ist der Gedanke, dass künftig vor allem hochliquide Anlagen vom Markt mit einer Investment-Prämie bedacht werden, da die Nachfrage nach diesen Anlageklassen angesichts der wachsenden Unsicherheit und Volatilität steigen könnte. Zum ersten Mal wurde die funds excellence inhaltlich um das Thema Philanthropie erweitert. Mit Geld Gutes tun ist ein sehr oft angesprochenes Thema, eine entsprechend wichtige Rolle kam ihm auf der Veranstaltung zu. So sprachen für das Kinderhilfswerk plan international Bestsellerautor David Safier, für den WWF Stephan Goetz, über ihre Motivation, selbst große Beträge zu stiften. Trotz des umfangreichen Programms – insgesamt sah das Programm mehr als siebzig Vorträge und Diskussionsrunden vor – verloren Teilnehmer doch niemals den Überblick. Ein strikter Zeitplan, eine Smartphone-App und nicht zuletzt die gut ausgestatteten Räumlichkeiten trugen zu einer gelungenen Veranstaltung bei. Teilnehmer, deren Interesse während eines Vortrages geweckt wurde, fanden meist direkt die Möglichkeit, Zwischenfragen zu stellen. Auch im Anschluss an die Vorträge gingen Redner und Teilnehmer oftmals ins Detail. Grundsatzfragen diskutierten Teilnehmer entweder am Stand der Aussteller oder aber beim Lunch. Die funds excellence wurde ihrem Untertitel „best of asset management“ auch in diesem Jahr gerecht. Zahlreiche aktuelle Vorträge, direkter Kontakt zu den wichtigsten Entscheidern der Finanzbranche und all dies im Herzen der Finanzmetropole Frankfurt – für Teilnehmer blieb keine Frage offen. Und wer trotzdem noch einmal nachhaken will, findet im umfangreichen Begleitmaterial zum Kongress Hintergrundinformationen sowie die wichtigsten Kontaktdaten.

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