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Klaus-Dieter Erdmann (links) und Karsten Essen

Klaus-Dieter Erdmann (links) und Karsten Essen

funds excellence 2015

„Weg von Rendite, hin zu Return“

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DAS INVESTMENT.COM: Die funds excellence trägt seit diesem Jahr den Beinamen „Mindful Investments“. Warum?

Karsten Essen: Wir wollten stärker noch als früher die Themen Nachhaltigkeit und besonnenes Investieren zum Ausdruck bringen. Die Veranstaltung ruht auf drei Säulen: sie ist zum einen eine Begegnungs- und Diskussionsplattform für Asset-Manager, dazu kommen zum anderen das Forum Philanthropie und das Forum art & collectables.

Klaus-Dieter Erdmann: Dies alles finden wir mit dem Begriff „Mindful Investments“ ideal widergespiegelt. Anders gesagt: Es geht darum, wie man sinnhaft mit Geld umgehen kann. Und die drei Bereiche greifen ohnehin ineinander. Nehmen wir allein die vielen Stiftungen, die sich mit Kunst und Philanthropie beschäftigen. Diesen geht es um den Erhalt von Kulturgütern, was wiederum nicht nur aus Asset-Management-Aspekten heraus für die Zielgruppen Family Offices und Private-Wealth-Beratungen interessant ist. Doch spielt natürlich auch die Frage der Wertschöpfung und der eigenen Charakteristik von Märkten eine Rolle: Im Forum art & Collectables wollen wir so beispielsweise mit Experten diskutieren, wie sich die Preise am Kunstmarkt bilden - und ob wir dort mittlerweile eine Blase zu verzeichnen haben.

Essen: Wir wollen zeigen, dass man Geld nicht immer nur weiter in Geldprodukte anlegen kann, sondern im tatsächlichen wie im übertragenen Sinn gewinnbringend in andere Dinge und Projekte investieren kann. Und die Resonanz macht uns Mut: wir verzeichnen ein reges Interesse der Aussteller aus dem Asset-Management-Bereich, am Veranstaltungsprogramm der Foren mitzuwirken.

Und Sie, Herr Erdmann, bringen zur Ausstellung dann Ihre private Oldtimersammlung mit?

Erdmann: Wenn Sie die von Matchbox meinen, gern. Aber Scherz beiseite: Die gesamte Richtung ist doch: weg von Rendite, hin zu Return. Da bin ich wieder beim Thema Stiftungen, denen wir in diesem Jahr einen größeren Schwerpunkt widmen. Es wird uns dabei nicht nur um das passende Portfoliomanagement in der Niedrigzinsphase gehen, sondern etwa auch um aufsichtsrechtliche und steuerliche Fragestellungen. Im Forum Philanthropie spielen darüber hinaus auch Themen wie Mikrofinanz, Impact Investing und Fundraising eine tragende Rolle.

Sie haben die Zahl der funds-excellence-Aussteller auf 50 beschränkt. Im vergangenen Jahr waren es noch 70. Also: Mehr Klasse statt Masse?


Essen:
Genau. Die Unterzeile der funds excellence lautet „Best of Asset Management“. Dem tragen wir Rechnung. Die Aussteller müssen eine gewisse Erfahrung und Marktzugehörigkeit mitbringen. Das ist wie bei einem guten Wein: wenn man eine strenge Qualitätsauslese trifft, bleibt am Ende nicht so viel Quantität übrig - das ist dann aber das Allerbeste. Für die 50 Aussteller bieten wir daher mehr Leistung: kleinere Wege, größere Wahrnehmbarkeit der Panels und Workshops und nochmals gesteigerte Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen.

Erdmann: Wir wollen uns auf das Wesentliche konzentrieren und keine Großveranstaltung werden. Im Gegenzug ist uns die nötige Tiefe wichtig. Wir haben aus den Erfahrungen aus der Vergangenheit gelernt, alles findet diesmal im Kap Europa auf einer Ebene statt. Zudem haben wir mehr Pausen eingeräumt, und das Catering findet im Standbereich statt. Das fördert die Kommunikation der Besucher miteinander und mit den Leuten auf den Ständen.

Hält wieder jeder Aussteller einen Vortrag?


Essen: Nein. Wir haben 20 Vorträge vorgesehen, die restlichen Aussteller finden sich in Panel-Diskussionen wieder. Das ist unseres Erachtens ein belebendes Moment: Ich denke, dass man gerade in Podiumsdiskussionen wesentlich mehr Authenzität und Spontanität bieten kann. So ist dann auch der Erkenntniswert für den Besucher höher.

Erdmann:
Unser Ansatz ist, die Transparenz im Markt fördern zu wollen. Leider ist es in der Finanzindustrie immer noch so, dass hierzu viel versprochen und wenig gehalten wird. Vorträge sind oft geprägt durch das Motto „Jetzt rede ich mal über meine Vorteile und die Nachteile der Wettbewerber“. Die eigenen Nachteile und die Vorteile von Konkurrenten bleiben ausgespart. Wir bemühen uns, im Rahmen von Podiumsdiskussionen solche Gegensätze aufzuzeigen und die Kontrahenten miteinander in die Diskussion zu bringen. Themen dafür sind etwa: Können aktive Manager den Markt schlagen? Kann man Verluste wirklich vermeiden? Aber auch: Wie ist die Zukunft der Anlageberatung: Beratung oder Robo-Advisory?

Essen: Wir wollen die Themen im dialogischen Prinzip verhandeln. Und solche Schwerpunkte auswählen, die die Asset-Manager in ihrem Alltagsgeschäft betreffen. Darum wollen wir auch diese Leute sprechen lassen - und weniger die Sales-Abteilung.

Ist es vorstellbar, dass Sie die Funds excellence bald mehrfach im Jahr und an verschiedenen Standorten stattfinden lassen?

Erdmann: Im geplanten Rahmen nicht. Aber ich kann mir gut vorstellen, in kleinerer Form Teilaspekte zu berücksichtigen. Etwa so, wie wir jetzt gemeinsam mit DAS INVESTMENT und dem DKM-Veranstalter den Kongress „Value & Growth“ auf der DKM für den Oktober planen. Dort soll die Anlage in Investmentfonds eine stärkere Berücksichtigung erfahren, damit das Anlageinstrument für den Vertrieb im Bereich Versicherungen transparenter und greifbarer wird. In diesem Rahmen werden wir sicherlich einige Grundinformationen mehr liefern - auf der Funds excellence sind wir im Gegensatz dazu nicht im Einsteiger-Bereich, sondern im gehobenen Sektor, was die Informationsübermittlung angeht.

Mehr Infos zur Veranstaltung am 23. Juni in Frankfurt hier.

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