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Funds excellence: „Zentraler Treffpunkt für VV-Fonds“

Klaus-Dieter Erdmann
Klaus-Dieter Erdmann
DAS INVESTMENT.com: Gemeinsam mit Finanzmonitor ist MMD Initiator der funds excellence. Wie war die Resonanz auf die erste Veranstaltung im vergangenen Jahr? Klaus-Dieter Erdmann: Sowohl von den Ausstellern wie von Seiten des Fachpublikums sehr gut. Wir haben eine neue Plattform für die besten Asset-Manager geschaffen, die sich mit ihren ganzheitlichen Lösungen einen Tag lang potenziellen Nachfragern präsentiert haben. So treffen die Besucher an einem Ort zu einem Termin alle wesentlichen Marktteilnehmer. Es gab intensive Gesprächen und Diskussionen vor allem im Umfeld der Vorträge. Dies zeigt, dass das Thema VV-Fonds in der Breite angekommen ist und Interesse am direkten Dialog besteht. DAS INVESTMENT.com: Und 2013 geht’s weiter. Erdmann: Ja. Die Vorbereitungen für die funds excellence, die dieses Jahr am 3. Juli stattfinden wird, sind weit fortgeschritten. Aufgrund der im vergangenen Jahr begrenzten Kapazitäten haben wir den Veranstaltungsort innerhalb von Frankfurt gewechselt. Dieses Jahr werden wir den Kongress mit knapp 50 Ausstellern ausrichten. Damit ist auch unsere interne Obergrenze erreicht, die wir nicht ausweiten werden. Daher mussten wir für diese Veranstaltung einige Aussteller-Anfragen absagen. Wir freuen uns sehr über das positive Feedback, haben aber eine ganz harte Qualitätshürde für die Teilnahme und müssen Sorge tragen, dass ein hoher Informationsanteil erhalten bleibt. DAS INVESTMENT.com: Was haben Sie am Konzept geändert? Erdmann: Im Grundsatz bleibt das Konzept bestehen, da die funds excellence sich als zentraler Treffpunkt der besten Anbieter vermögensverwaltender Fondslösungen bewährt hat. Überarbeiten werden wir die Konzeption der Vorträge, und wir werden für mehr Präsenz an den Ständen sorgen. Das geschieht zum einen durch eine veränderte Einladungspolitik, die mehr Besucher bedeuten wird. Zum anderen durch eine Verkürzung der Vortragszeiten zugunsten des Flanierens. Die Grundidee zur funds excellence bleibt, die Trennung von Asset-Management und Relationship-Management zu unterstützen und die Kommunikation zu fördern. Wir möchten, dass die Besucher detaillierte Informationen aus erster Hand, möglichst direkt vom Asset-Manager, erhalten und somit nicht nur auf Basis der „Papierform“ Zugang zum Asset-Management finden. DAS INVESTMENT.com: Wo sehen Sie noch Nachholbedarf für die VV-Fonds-Branche? Erdmann: Sicherlich gibt es immer Verbesserungspotenzial. Solange genügend Häuser und Manager einen guten Job machen, mache ich mir um die Managementleistung keine Gedanken. Gute Konkurrenz ist wie im Sport der beste Ansporn. Aktuell sehe ich den größten Bedarf weiterhin bei der Transparenz. Hier müssen wir weiterhin Informationen zugänglich und Daten, vor allem auch die Kostenstellen, vergleichbar machen, bis der Endkunde wieder genügend Vertrauen in die Branche bekommt. Hier setzen wir auch mit der funds excellence an. DAS INVESTMENT.com: Inwiefern helfen VV-Fonds Beratern, Haftungsrisiken zu vermeiden? Erdmann: Durch die Einführung des Paragraf 34f GewO dürfen Empfehlungen nur noch im Rahmen detaillierter Anlegerprofile unter Offenlegung sämtlicher Vermögensverhältnisse des Kunden abgegeben werden. Dabei müssen immer sämtliche Wertpapierpositionen einzeln mit Begründung erfasst werden, auch wenn nur ein bestimmtes Wertpapier Gegenstand der Analyse war oder turnusmäßige Portfoliobesprechungen ohne Transaktionsrelevanz stattgefunden haben. Die Angriffsfläche für den Berater und das Haftungsrisiko steigen ebenso, wie der mit der Beratung einhergehende Zeitaufwand im Rahmen ordnungsgemäßer Erfüllung von Protokollierungs- und Dokumentationspflichten. Berater werden sich daher vermehrt auf die Selektion und Kombination guter VV-Fonds konzentrieren, um eine optimale Streuung über Anlageklassen und Investmentstile zu erzielen, ohne gleichzeitig die Kundenberatung zu vernachlässigen. DAS INVESTMENT.com: Mit wie vielen Besuchern rechnen Sie? Erdmann: Die funds excellence ist die Alternative zur großen Fülle an Roadshows, die für Aussteller wie Besucher zeit- und kostenintensiv sind. Stattdessen bietet sie durch die etablierten Fondsgesellschaften als Partner gebündelte Expertise in hoher Konzentration. Und dies gilt insbesondere unabhängig von Vertriebs- und Verbandszugehörigkeiten. Wir rechnen mit rund 350 Besuchern. Wir sprechen vor allem die Berater und Organisationen an, die optimale Asset-Management-Lösungen suchen. Da die Teilnahme generell für die Besucher kostenlos ist und wir auch hier eine gute Mischung anstreben, wird es einen koordinierten Einladungsprozess, aber auch bestimmte Kontingente für einzelne Bereiche geben. Weitere Infos und Anmeldung hier.

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