Funny Friday: Fonds lässt Toten auferstehen

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Da würde sich der Musiker wohl im Grabe umdrehen: Der US-amerikanische Hedge-Fonds Fahey Fund wirbt auf seiner Internetseite damit, dass er eine Konzerttour des weltweit bekannten Saxophonisten Michael Brecker sponsert. Brecker ist jedoch im Januar 2007 verstorben.

Der Manager des Fahey Fund, Alexander James Trabulse, nimmt es auch sonst nicht so genau. Statt das Geld seiner Investoren anzulegen, soll sich damit ein schönes Leben gemacht haben. Das berichtet die US-Tageszeitung „San Francisco Chronicle“: Für sich selbst baute Trabulse davon angeblich ein Heimkino und kaufte Immobilien in Kalifornien, Frankreich und Panama. Seiner Tochter spendierte er vom Anlegergeld offenbar Flitterwochen in Panama, seiner inzwischen geschiedenen Frau eine Shoppingreise nach Paris.

Um die Investoren bei Laune zu halten, fälschte der Fondsmanager dem Bericht zufolge kurzerhand die Bilanzen: Ende 2006 soll er seinen Anlegern ein Fondsvermögen von mehr als 45 Millionen US-Dollar vorgegaukelt haben. Der US-Finanzaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) zufolge seien damals aber nur 13 Millionen US-Dollar im Topf gewesen. Daher hat die Behörde nun Anklage gegen Trabulse erhoben, der alle Vorwürfe abstreitet.