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In einem Schmelzlabor in Los Angeles wird Gold zu einem 6,5 kg schweren Goldbarren gegossen: Auch die US-Goldproduzenten täten gut daran, künftig zu fusionieren.  | © Getty Images

Fusionen

Unternehmen der Goldbranche sollten verschmelzen

Der Aktienmarkt zeigte sich im Oktober weitgehend sorglos. Der S&P 500 erreichte ein neues Allzeithoch, während der Manufacturing und der Non-Manufacturing Index des Institute for Supply Management (ISM), die Löhne, die Einzelhandelsumsätze, die Bestellungen von Gebrauchsgütern, die industrielle Produktion und der Konsumklimaindex des Conference Board fielen und/oder hinter den Erwartungen zurückblieben. Die schwachen wirtschaftlichen Ergebnisse führten dazu, dass der U.S. Dollar Index (DXY) im Oktober vom obersten in den untersten Bereich seiner Spanne des Jahres 2019 fiel. Gold profitierte im Oktober vom schwachen Dollar. In diesem Jahr war jedoch nicht die gewohnte stark negative Korrelation zu beobachten. Der Goldpreis stabilisierte seine Kursgewinne des Jahres 2019 weiter im engen Bereich zwischen 1.480 und 1.510 US-Dollar je Unze. Im Oktober entwickelte sich Gold wegen der dieses Jahr negativen Korrelation mit dem Aktienmarkt und einem Monatsanstieg der Zinssätze verhalten. Die Anleiherenditen stiegen trotz der erwarteten Senkung der Federal Funds Rate durch die Fed. Gold legte im Monatsverlauf um 40,55 US-Dollar (2,75 Prozent) je Unze zu und lag am 31. Oktober bei 1.512,94 US-Dollar. Gold und Goldaktien beendeten den Monat im obersten Bereich ihrer jüngsten Konsolidierungsspanne, da China die Aussichten auf ein langfristiges Handelsabkommen mit den USA skeptisch beurteilte.

Wir die Vermögensblase platzen?

Trotz in jüngster Zeit fehlender starker Impulse scheint der Goldmarkt stabil. Zwar haben sich viele Wirtschaftsdaten verschlechtert. Doch das BIP-Wachstum im 3. Quartal hat, auch wenn es schwach ausfiel, die Erwartungen übertroffen, und die Arbeitslosigkeit liegt weiterhin auf einem historischen Tiefstand. Unserer Ansicht nach bleibt der Preis von Gold hoch, da es angesichts der Gefahr von systemischen Verwerfungen an den Finanzmärkten als sicherer Hafen fungiert. Was Goldanleger sehen und was der Aktienmarkt unseres Erachtens möglicherweise ignoriert, sind die Hinweise auf ein Platzen der Vermögensblase, die auf die Krise folgte. Anders als 2000 oder 2008 ist keine auf eine einzige Anlageklasse beschränkte Blase zu erkennen. Die nachstehende Grafik zeigt, dass stattdessen alle Vermögenswerte zusammengenommen eine Blase von historischem Ausmaß ergeben. Vielleicht deuten der Absturz der Bewertung von WeWork von 47 auf unter 8 Milliarden US-Dollar und andere Enttäuschungen bei privaten Gesellschaften darauf hin, dass die Blase, die die öffentlichen Aktien ignorieren, zu platzen beginnt?

Das Finanzvermögen privater Haushalte in Prozent des verfügbaren persönlichen Einkommens:

Quelle: Incrementum AG, St. Louis Federal Reserve, VanEck. Stand der Daten: September 2019.

Sollten sich Goldunternehmen jetzt mit anderen zusammentun?

Der Goldsektor zählt wohl zu den am stärksten fragmentierten Bergbaubranchen. Unserer Ansicht nach würden die Goldbranche und ihre Anleger bei einer Konsolidierung beachtliche Gewinne erzielen. Schätzungen von Pollitt & Co. zufolge entfallen auf 25 Prozent der Unternehmen nur gerade 45 Prozent der gesamten Goldproduktion. Bei Eisenerz und Kupfer stammen dagegen 50 Prozent der globalen Produktion von vier bzw. zehn Unternehmen. Auch Fachpersonal scheint rar zu sein. Einer internen Studie von Resource Capital Fund zufolge lagen 107 Bergbauprojekte, die es von der Machbarkeitsstudie bis zum Bau schafften, um durchschnittlich 38 Prozent über dem Budget.

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