Gamax: Übernahmefantasie treibt Markenunternehmen
Profitiert hat der Gamax Funds Junior außerdem von Übernahmegerüchten um Kabel Deutschland, einem Anbieter von Kabelfernsehen, Telefonie und schnellen Internetverbindungen. In den vergangenen fünf Jahren erzielte er einen Wertzuwachs von 31,9 Prozent. Das Duo sucht nach Aktien von Markenunternehmen mit der Zielgruppe junge, erwachsene Verbraucher.
Gute Entwicklungschancen sehen Ehrhardt und Rehmann auch bei den Herstellern von Sportmode- und Outdoorbekleidung. Insbesondere die beiden Weltmarktführer Adidas und Nike seien gut aufgestellt. „Ein Investment sollte sich keineswegs auf die Monate vor sportlichen Großereignissen wie Olympia oder Fußball-Weltmeisterschaften beschränken“, erklärt Rehmann. Vielmehr gelinge es den beiden Unternehmen, durch zeitgerechtes Marketing gerade auch in Phasen ohne Großevents innovative Produkte zu lancieren und entsprechend zu expandieren.
Beispielhaft demonstriere dies momentan Adidas. Der Sportartikelkonzern aus Herzogenaurach hat einen Laufschuh mit sogenannter Boost-Technologie präsentiert. Dabei handelt es sich um ein neuartiges Sohlenmaterial mit hohem Tragekomfort und überragender Dämpfung – Eigenschaften, die Langstreckenläufer und Freizeitsportler sehr zu schätzen wissen. Die Sohlen der Schuhe mit Boost-Technologie enthalten eine neuartige dehnbare Substanz, die gemeinsam mit dem Chemiekonzern BASF entwickelt wurde und beim Laufen sogar Energie sparen soll.
„Mit Produktinnovationen wie diesen wächst Adidas von Jahr zu Jahr“, so Rehmann. Das Konzept funktioniere weltweit. So habe Adidas seinen Umsatz in China im vierten Quartal 2012 um 12 Prozent gesteigert, obwohl die Konjunktur im Reich der Mitte von einer Wachstsumsdelle geprägt war. Weiterhin vielversprechend entwickele sich auch der Markt für Outdoor-Ausrüstung und entsprechende Bekleidung. Adidas besetze auch hier neue Wachstumsfelder. So plane das Unternehmen, in der kommenden Wintersaison Artikel für Snowboardfahrer anzubieten.
Insgesamt sehen die Portfoliomanager dank der sehr expansiven Geldpolitik positiv in die Zukunft. „Dieser signifikante Rückenwind könnte zu einer nachhaltigen Ausweitung der Bewertung gerade der bislang schon profitierenden Markenhersteller mit guten Cashflows führen. Diese Unternehmen können zudem Vorteile aus den immer schlechteren Anlagealternativen in anderen Anlageklassen ziehen“, so Rehmann.