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in KonjunkturLesedauer: 2 Minuten

Bluebay-Investmentchef Game-Changer Rot-Rot-Grün?

Der Berliner Reichstag im Herbst
Der Berliner Reichstag im Herbst: Der 20. Deutsche Bundestag wird am 26. September gewählt. | Foto: Imago Images / A. Friedrichs

In den vergangenen Tagen wurde die Renditekurve steiler: Die US-Notenbank hatte angekündigt, ihre Entscheidung über den Beginn des Tapering, also den Ausstieg aus den Anleihekäufen, angesichts der Ungewissheit über die Ausbreitung der Delta-Variante bis November hinauszuzögern. Diese Entscheidung stützte die Stimmung für Risikoanlagen und führte dazu, dass Anleger von der Rede des Fed-Chefs Jerome Powell auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole nur relativ wenig Neues erwarten.

Wirtschaftsdaten schwächeln, doch stabiler Trend

Die jüngsten Wirtschaftsdaten zeigen eine gewisse Schwäche. Sie erklären sich zum Teil durch Eintrübungen im Ausblick von Unternehmen und Unsicherheiten in Bezug auf Covid-19. Ein Großteil des Abwärtstrends bei den Daten scheint nicht zuletzt auf die Engpässe bei den Lieferketten zurückzuführen zu sein, die sich teils erheblich auf die Produktion auswirken.

Nichtsdestotrotz ist der zugrunde liegende Trend bei den Wirtschaftsdaten nach wie vor stabil: In vielen Bereichen trifft ein Nachfrageüberhang auf ein reduziertes Angebot – was in naher Zukunft einen weiteren Aufwärtsdruck auf die Preise auslösen könnte.

Auch in Europa steht die Geldpolitik womöglich vor einer minimalen Abschwächung. Kommentare aus der EZB-Führung deuten darauf hin, dass die PEPP-Käufe nach der EZB-Sitzung im September verringert werden könnten. Darüber mag man streiten; uns erscheint es allerdings in der Tat unwahrscheinlich, dass die Falken im EZB-Rat das PEPP verlängern beziehungsweise zum jetzigen Zeitpunkt weitere Ankaufprogramme für Vermögenswerte ankündigen wollen.

Die Konjunkturdaten im gesamten Euroraum zeigen sich nach wie vor vergleichsweise stark. Auch bei den Aussichten für das Jahresende bleiben wir optimistisch: Die europäische Finanzpolitik mit ihren sich auf ganz Europa erstreckenden Unterstützungsmaßnahmen wird die Wachstumsaussichten in den kommenden Quartalen begünstigen.

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