Die Akzeptanz aktiver ETFs nimmt bei professionellen Investoren deutlich zu: Die Hälfte der von uns befragten Leser hat bereits in aktive ETFs investiert, weitere 30 Prozent planen den Einstieg. Nur jeder Fünfte zeigt aktuell kein Interesse an dieser Produktkategorie. Das zeigt ein Whitepaper, das wir gemeinsam mit Fidelity International erstellt haben (hier kostenlos zum Download).
Das Fachwissen zu aktiven ETFs ist beeindruckend: Über zwei Drittel der 120 befragten Investoren schätzen ihre Kenntnisse als „gut" oder „sehr gut" ein. Mit 84 Prozent verfügt die große Mehrheit über mehr als zehn Jahre Anlageerfahrung – ein Indikator für die hohe Qualität der Einschätzungen.
Was macht aktive ETFs so interessant? Drei Faktoren stechen bei den Vorteilen besonders hervor:
- 81 Prozent der Befragten schätzen vor allem die niedrigeren Kosten im Vergleich zu klassischen aktiven Fonds
- 47 Prozent sehen die höhere Transparenz als wichtiges Plus
- 40 Prozent überzeugt die bessere Handelbarkeit
Klares Bekenntnis in den Portfolios
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In zwei Jahren wollen die Befragten durchschnittlich knapp ein Viertel ihres Portfolios in aktive ETFs investieren. Das ist ein bemerkenswerter Wert für eine noch junge Produktkategorie.
Wo sehen Investoren das größte Potenzial? Die Umfrage zeigt ein klares Bild:
- 63 Prozent setzen auf Themen- und Sektor-ETFs
- 60 Prozent favorisieren Aktien entwickelter Märkte
- 51 Prozent sehen Potenzial in Schwellenländer-Aktien
- 32 Prozent interessieren sich für Mischfonds
- 28 Prozent fokussieren sich auf ESG/nachhaltige Investments
Was braucht es für den Durchbruch?
Wir haben unsere Leser auch zu möglichen Bedenken befragt:
- Die höheren Kosten im Vergleich zu passiven ETFs nennen 47 Prozent als Hauptbedenken
- 38 Prozent sorgen sich um mangelnde Erfahrungswerte
- Die Komplexität der Produkte beschäftigt 35 Prozent der Befragten
Besonders spannend sind die Erwartungen an künftige Entwicklungen. Künstliche Intelligenz wird dabei häufig als Gamechanger genannt – sei es bei der Portfoliokonstruktion oder beim Research. Auch der anhaltende Kostendruck auf traditionelle Fonds dürfte aktiven ETFs in die Karten spielen.
Bei der regionalen Ausrichtung zeigt sich ein klarer Trend zum Globalen: Neben den etablierten Märkten in den USA und Europa setzen viele Investoren große Hoffnungen auf Schwellenländer – über die Hälfte der Befragten sieht hier besonderes Potenzial.
Die Wachstumssignale sind eindeutig positiv: 95 Prozent der Befragten erwarten weiteres Wachstum, davon 46 Prozent sogar starkes Wachstum. Nur 5 Prozent rechnen mit einer Stagnation des Segments.
Fazit: Ein Segment etabliert sich
Die Umfrage zeigt: Aktive ETFs sind längst keine Nische mehr, sondern entwickeln sich zu einem etablierten Baustein in professionellen Portfolios. Die Kombination aus niedrigen Kosten, hoher Transparenz und systematischer Integration von Research-Erkenntnissen überzeugt offenbar immer mehr Investoren.
Interessant ist auch der hohe Anteil erfahrener Investoren unter den Befürwortern. Dies deutet darauf hin, dass aktive ETFs nicht als kurzlebiger Trend wahrgenommen werden, sondern als sinnvolle Evolution des ETF-Marktes.
