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Nach der Trennung Gané leitet rechtliche Schritte gegen Acatis ein

Uwe Rathausky und Henrik Muhle bilden gemeinsam den Vorstand von Gané.
Uwe Rathausky und Henrik Muhle bilden gemeinsam den Vorstand von Gané. | Foto: Gané

Die Meldung sorgte Anfang des Jahres für große Aufregung in der Branche: Acatis stoppte die Zusammenarbeit mit Henrik Muhle und Uwe Rathausky von Gané. Fortan waren diese nicht mehr als Berater für den Acatis Value Event zuständig. Stattdessen verantwortet seitdem Johannes Hesche zusammen mit Hendrik Leber den Fonds.

Es folgte ein öffentlicher Schlagabtausch: Die beiden Manager von Gané gaben an, erst aus der Presse von der Kündigung erfahren zu haben. Leber erklärte, er habe einen neuen Fonds vom bisherigen Berater-Duo als Affront empfunden.

 

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Mittlerweile hatten sich die Wogen geglättet, die neuen Manager des Acatis Value Event müssen unter Beweis stellen, dass sie den Flaggschiff-Fonds im bisherigen Fahrwasser halten können. Und das Duo Muhle/Rathausky war mit den eigenen neuen Fonds beschäftigt.

Nun scheint allerdings wieder Bewegung in die Causa Acatis versus Gané zu kommen: Das Gané-Duo hat sich nun laut „Fundview“ dazu entschieden, rechtliche Schritte einzuleiten – mit recht deutlichen Worten: „Acatis stellte als Service-KVG mit der Aufkündigung der Zusammenarbeit die eigene Habgier an den Fondserträgen über das Interesse der Investoren, für die wir seit 15 Jahre eine tolle Performance erzielt haben“, zitiert die Online-Plattform Rathausky. „In Sachen Governance kann man über solch ein Verhalten nur den Kopf schütteln. Wir sind gezwungen, gegen diesen Versuch des Fondsdiebstahls vorzugehen. Das machen unsere Anwälte.“

In diesem Statement gibt der Gané-Gründer noch weitere Hintergrundinformationen zu der Entscheidung: Demnach stand ihnen aufgrund der operativen Aufgabenverteilung mehr als die Hälfte der Management-Gebühren zu. Zusätzlich hätten sie 80 Prozent der performance-abhängigen Vergütung erhalten, da sie seit 15 Jahren dafür zuständig waren. „Acatis war für das organisatorische und vertriebliche Setup zuständig und erhielt folglich den deutlich kleineren Anteil an den Erträgen, war aber für die erbrachten Leistungen fair und sehr gut bezahlt“, heißt es dazu abschließend von Rathausky.

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