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Aktualisiert am 29.11.2010 - 14:24 UhrLesedauer: 10 Minuten

Garantiesysteme von Versicherungen im Vergleich

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Die With-Profits-Police

Zieht man von der Rendite aber eine mögliche Inflation von 2 Prozent ab, bleibt Kunden nicht viel – und mit Sicherheit zu wenig gerade für Jüngere. „Um die Rentenlücke im Alter optimal zu schließen, müssen Kunden aber möglichst hohe Renditen erzielen“, sagt Mark Ortmann, Geschäftsführer des Instituts für Transparenz in der Altersvorsorge (Das ITA hat für drei Beispielpersonen die jeweils besten Produkte herausgefiltert, zu den Beispielen geht es hier).

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Etwas mehr Chancen gibt es beim britischen Pendant zum deutschen Klassiker, der With-Profits-Police. Die Garantie dieser Produkte ist niedriger (die Mindestverzinsung liegt zwischen 0 und 1,5 Prozent) und gilt erst zum Ende des Vertrags.

Dadurch haben die Briten mehr Spielraum, was ihre Kapitalanlage angeht. Bei 35 Prozent geht das Aktiengewicht der Briten meist erst los. Bis zu 60 Prozent legen sie im With-Profits-Fonds, in dem alle Kundengelder zusammenlaufen, in Aktien oder Aktienfonds an. Weil es mit dem Fondswert deshalb Auf und Ab gehen kann, glätten die Anbieter den Verlauf (Fachbegriff: Smoothing).

Das erreichen sie, indem sie bei positiven Erträgen ihren Kunden weniger Ertrag zuteilen, um schlechte Jahre auszugleichen. Alles in allem kommt so eine mittlere Rendite von rund 5 Prozent zustande. Da die Garantien anders als beim deutschen Klassiker aber nur bei Vertragsende greifen, sollten sich Sparer, die bezweifeln, dass sie ihren Vertrag durchhalten, ein Investment gut überlegen. Das ist laut Statistik immerhin jeder Zweite.
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