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Gareth Gettinby und Sandra Holdsworth, Kames Capital „Starke Unterbewertung beim Yen“

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Japanische Wirtschaft im Aufwind

Drittens signalisieren die japanischen Wirtschaftsdaten eine strukturelle Stärke. So haben die relevanten Wirtschaftsindikatoren das siebte Quartal in Folge kräftig zugelegt. Die Teuerungsrate liegt zwar nach wie vor unterhalb des Inflationsziels von 2 Prozent der Bank von Japan (BoJ), bewegt sich jedoch langsam aber stetig nach oben.

Wenn sich das Wachstum in Japan fortsetzt und die Inflation ihr Ziel erreicht, wird die BoJ vielleicht langsam ihre aggressive Lockerungspolitik zurückfahren. Diese Möglichkeit berücksichtigen Anleger nicht. Angesichts der ausgeprägten Short-Positionierungen in Yen gegenüber dem US-Dollar könnte eine Auflösung dieser Positionen die Aufwertung der Währung weiter vorantreiben.

Die nachfolgende Grafik zeigt die aktuelle Short-Positionierung auf den Yen:

Bei Kames Capital beurteilen wir die Aussichten für den japanischen Yen für 2018 optimistisch. Wir gehen davon aus, dass die Währung vom weiteren Wachstumsschub und den steigenden Inflationsraten profitieren wird. Angesichts der aktuell großen Risikobereitschaft der Investoren halten wir den Yen für eine attraktive Wette.

Sollte die Risikobereitschaft aufgrund eines Ereignisses wieder sinken, was in illiquiden Märkten um die Jahreswende häufig der Fall ist, dürfte der Yen unter den führenden Währungen am ehesten eine Outperformance erzielen.
Sollten sich die aktuellen Trends 2018 fortsetzen, wird der Yen nächstes Jahr um diese Zeit als Absicherung gegen mögliche Abwärtsbewegungen keine Rolle mehr spielen. Korrelationen können sich verändern.

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