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Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Geschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)

GDV-Chef Jörg von Fürstenwerth

„Zinszusatzreserve muss an neue Realität angepasst werden!“

„Die Formel zur Berechnung der Zinszusatzreserve spiegelt die reale Welt längst nicht mehr wider – und belastet Versicherer derzeit unverhältnismäßig“, schreibt Jörg von Fürstenwerth in seiner aktuellen Kolumne auf der Internetseite des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Mit seiner Kritik wähnt sich der Vorsitzende der GDV-Geschäftsführung in einer nicht alltäglichen Koalition: Auch der Bund der Versicherten und die Bundestagesfraktion Die Linke fordern, das die Regeln für die Zinszusatzreserve angepasst werden. „Und zwar zu Recht“, so Fürstenwerth weiter.

Alte Verträge mit höheren Garantien

„Die Zinszusatzreserve bilden Versicherer angesichts des schwachen Zinsumfeldes“, erklärt Fürstenwerth. „Sie rüsten sich damit, um alte Verträge mit höheren Garantien auch künftig problemlos bedienen zu können – selbst wenn die Niedrigzinsphase noch Jahre anhalten sollte.“

Der GDV-Vorschlag für dieses Vorgehen stammte jedoch aus dem Jahr 2011, als noch ein Hochzinsumfeld herrschte. „Die heute üblichen massiven Interventionen der Europäischen Zentralbank an den Anleihemärkten hätte sich wohl kaum jemand vorstellen können“, so Fürstenwerth.

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