Der Bundestag hat Anfang März das Fondsrisikobegrenzungsgesetz verabschiedet. Damit dürfen Fonds für professionelle Anleger in Deutschland künftig Kredite vergeben. Das erleichtert die Finanzierung großer Infrastrukturprojekte und stärkt den Finanzstandort Deutschland.

Versicherer profitieren von neuen Anlagemöglichkeiten

„Mit dem gestrigen Beschluss setzt der Bundestag ein wichtiges Signal für den Finanzstandort Deutschland“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. „Für Versicherer sind Kreditfonds eine attraktive Möglichkeit, ihre Kapitalanlagen breiter zu streuen und langfristig zu investieren.“ Kreditfonds seien ein wichtiges Instrument, um komplexe Transformations- und Infrastrukturprojekte zu finanzieren. „Bisher mussten Versicherer dafür auf ausländische Fonds ausweichen“, so Asmussen.

640 Milliarden Euro in Fonds investiert

Die deutschen Versicherer verwalten Kapitalanlagen von rund 1,9 Billionen Euro. Etwa 40 Prozent davon – rund 640 Milliarden Euro – sind über Fonds investiert. Kreditfonds gelten als wichtiges Instrument für die Finanzierung komplexer Transformations- und Infrastrukturprojekte.

Mit dem neuen Gesetz schließt Deutschland zu einer in vielen EU-Staaten üblichen Praxis auf. EU-weit einheitliche Regeln sollen künftig für fairere Wettbewerbsbedingungen im Vergleich zu ausländischen Fonds sorgen.