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Altersvorsorge in Deutschland So viele Deutsche stehen vor Geldsorgen im Rentenalter

Mutter mit Kinderwagen in einem Park
Mutter mit Kinderwagen in einem Park: Insbesondere Alleinerziehende in Deutschland haben es laut einer aktuellen Prognos-Studie besonders schwer, ihre Rentenlücke aus eigener Kraft zu schließen. | Foto: Stefan Wiegand / Pixabay
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Damit Arbeitnehmer in Deutschland ihren Lebensstandard im Rentenalter halten können, reicht die gesetzliche Rente alleine künftig nicht mehr aus. Das ist heute zwar vielen Verbrauchern hierzulande klar. Doch im Detail sind noch viele Fragen offen: Wieviel sollte man zusätzlich für einen finanziell sorgenfreien Ruhestand sparen sollten? Und wer hat überhaupt die Spielräume, um auf das Geld heute zu verzichten? 

Hierzu gibt es jetzt neue Daten: Knapp 11.000.000 Haushalte in Deutschland können ihre Rentenlücke im Alter nicht aus eigener Kraft schließen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts Prognos im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Besonders hart betroffen sind demnach vor allem die unteren Einkommensbezieher sowie Alleinstehende und Alleinerziehende.

Oliver Ehrentraut © Prognos AG/FOTOS Koroll

„In vier von zehn Haushalten mit Personen im Erwerbsalter ist der finanzielle Spielraum selbst dann zu klein, wenn sie ihr monatlich frei verfügbares Geld vollständig für die Altersvorsorge einsetzen würden“, sagt Oliver Ehrentraut, Studienleiter und Chef der volkswirtschaftlichen Abteilung bei Prognos. Aufgrund des geringen Sparpotenzials bestehe bei diesen Gruppen Förderbedarf. Noch nicht berücksichtigt seien die Riester-Zulagen oder bAV-Zuschüsse der Arbeitgeber. 

Grundlage der Studie ist eine Auswertung der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe für das Jahr 2018. Sie erlaube es, Ruheständler und Wohngemeinschaften für die Analyse auszublenden und einen genauen Blick auf die Ausgaben privater Haushalte mit Personen im Erwerbsalter zu werfen. Einbezogen waren dagegen mit insgesamt knapp 25 Millionen etwa 61 Prozent aller Haushalte in Deutschland. 

Deutsche müssen deutlich mehr sparen

Genauer betrachtet haben die Prognos-Forscher die folgenden vier Haushaltstypen: Alleinlebende (11,3 Millionen Haushalte), Alleinerziehende (1,2), Paare ohne Kind (6,5 ) und Paare mit mindestens einem Kind (5,8). Für sie kommen die Studienautoren zu dem einhelligen Ergebnis, dass sie ihre aktuellen Sparbemühungen für die Altersvorsorge jeweils deutlich ausweiten müssen. 

Neben dem Sparpotenzial der Haushalte auf Basis der Datenbank, wird in der Studie der Sparbedarf für die Altersvorsorge modelliert. In den Berechnungen von Prognos ist ein angestrebtes Rentenniveau von 55 Prozent unterstellt. Für diese Einkommensersatzquote wurden mehrere Annahmen getroffen: Betrachtet werden Personen des Jahrgangs 1975, die im Jahr 2042 in den Ruhestand gehen. 

 

Das gesetzliche Rentenniveau von dann etwa 44 Prozent wird durch zusätzliche Altersvorsorge um gut 10 Prozentpunkte aufgestockt. Der hierfür notwendige Sparbedarf liegt bei rund 6,6 Prozent des personenbezogenen Nettoeinkommens. Die Vorausberechnungen der Bestimmungsfaktoren des Altersvorsorgebedarfs basieren auf ökonomischen Modellen von Prognos. 

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