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Halbleitermangel drosselt Konjunktur Gebremster Boom

Unterseite eines CPU-Mikroprozessors
Unterseite eines CPU-Mikroprozessors: Viele Chip-Hersteller, vor allem in den Emerging Markets, sind auf rasantem Wachstumskurs. | Foto: imago images / Beautiful Sports

Die Pandemie hat eine Reihe von Tech-Trends beschleunigt, aber ohne Halbleiter gibt’s keine Technologie. Chips liefern bekanntlich die Rechenleistung in Smartphones, PCs und Cloud-Rechenzentren – um nur einige Beispiele zu nennen. Bei Autos machen die winzigen Alleskönner inzwischen 40 Prozent des Gesamtwerts aus; 1970 lagen die Kosten für die Elektronik in einem Pkw noch bei 5 Prozent, rechnet das Wirtschaftsberatungsunternehmen Deloitte vor. Kein Wunder, dass der aktuelle weltweite Chip-Mangel den Unternehmen das Leben schwer macht.

Wie wichtig Chips für die Volkswirtschaften sind, spiegeln prominent die Berichte über die verzögerte oder sogar ausgesetzte Produktion einiger Autohersteller rund um die Welt. Hatten die Autobauer in der Corona-Krise ihre Chip-Bestellungen heruntergeschraubt, kommen die Halbleiter-Produzenten jetzt angesichts der globalen konjunkturellen Expansion mit der Fertigung nicht mehr nach. Ford beispielsweise hat erklärt, dass die Lieferengpässe im zweiten Quartal zu Produktionsausfällen von bis zu 50 Prozent geführt haben.

Die Welt erholt sich rasch von der Pandemie und die geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen befeuern den Boom. In den USA wird im laufenden Jahr das höchste Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) seit Jahrzehnten erwartet: Die jüngste Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) erwartet ein Plus von 7 Prozent. In den Schwellenländern könnte das Wachstum noch stärker ausfallen – insbesondere in Asien, wo der IWF einen durchschnittlichen BIP-Zuwachs von mehr als 8 Prozent erwartet.

Asiatische Unternehmen dominieren die Chip-Fertigung

Taiwanesische und südkoreanische Chip-Hersteller dominieren die Branche weltweit mit ihren starken Produktionskapazitäten. Durch ihre Marktdominanz erwirtschaften sie einen hohen Cashflow für einen steten Ausbau ihrer Produktionsanlagen und können somit ihre Wettbewerbsvorteile angesichts der boomenden Chip-Nachfrage weiter erhöhen. Halbleiterfirmen aus den etablierten Märkten, etwa in Europa, können nur mit Mühe mithalten – es hapert sowohl bei den Innovationen als auch bei den Investitionen.

Schwellenländer-Produzenten wachsen stark

Die Herstellung eines Halbleiters verläuft in zwei Phasen: Konstruktion und Fertigung. In der Vergangenheit haben viele Chipentwickler die Herstellung an Unternehmen mit spezialisierten Fertigungskapazitäten und niedrigen Kosten ausgelagert. Dazu zählt Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), der inzwischen größte Chip-Produzent weltweit. Unlängst gab das Unternehmen bekannt, dass 1 Milliarde der innovativen TSMC-7-nm-Chips ausgeliefert wurden. Intel mit Sitz in den USA wiederum ist eines der wenigen verbliebenen integrierten Halbleiterunternehmen, das seine selbst entwickelten Chips in eigenen Produktionsanlagen herstellt und keine Auftragsfertigung von Chips übernimmt. Mit einem neuen Chef will Intel den Weg zurück an die Weltspitze schaffen und zu TSMC aufschließen.

Was verdeutlicht das Beispiel von TSMC und Intel? Dass Schwellenmarktunternehmen in immer höherem Maß Innovationen vorantreiben und Schlüsselrollen bei der globalen Digitalisierung spielen.

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Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.
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