Gefährliches Börsenjahr 2019 „Die Vermögenspreisblase ist sogar in der Sportwelt sichtbar“

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Buy-and-hold keine sinnvolle Strategie

So hat die US-Notenbank  schon 2017 begonnen, die Zinsen wieder zu erhöhen und Anleihen zu verkaufen, die Europäische Zentrlalbank stellte zum 1. Januar 2019 ihre Anleihenkäufe ein. Das entzieht den Finanzmärkten und der Wirtschaft enorme Liquidität, so dass eine deutliche Wirtschaftsabschwächung zu erwarten ist – mit entsprechenden Konsequenzen für die Entwicklung der Unternehmensgewinne. In Kombination mit der massiven Überbewertung in nahezu allen Assetklassen ist dies eine sehr gefährliche Situation.

Das führt alles in allem dazu, dass auch für das neue Jahr 2019 davon auszugehen ist, dass Aktien enormen Schwankungen unterliegen werden. Die aktuelle Erholung der Aktienmärkte seit Ende Dezember 2018 ist eine technische Reaktion auf die großen Verluste und mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht der Aufbruch zu neuen Aktienhöchstständen. 2019 sollte man nach immer wieder kommenden starken Kursrückgängen flexibel in Aktien investieren. Einfach Aktien kaufen und halten war schon 2018 keine tragfähige Strategie mehr und ist es auch für 2019 nicht. Vielmehr müssen Aktien in eine deutliche Schwäche gekauft und nach Erholungen immer wieder verkauft werden. Das beschreibt ein vorsichtiges Vorgehen sehr gut. Natürlich bleiben Aktien in jeder Vermögensstruktur langfristig eine wichtige Anlageklasse, an dem kein Weg vorbeiführt.

Vermögenssicherung statt hoher Gewinne

Ein weiterer, wichtiger Teil unserer Vermögensallokation 2019/2020 sind Edelmetalle. Diese werden mit einer durchschnittlichen Quote von 10 bis 15 Prozent des verwalteten Vermögens gewichtet. Vor allem Gold steht dabei im Fokus. Nachdem der Goldpreis seit Herbst 2011 bis Ende 2015 fünf Jahre stark gefallen war und die Medien das Gold schon „totgeschrieben“ hatten, ist der Kurs seitdem wieder leicht gestiegen. Aktuell liegt die Feinunze bei ca. 1.290 US-Dollar und damit bereits um 20 Prozent höher als Ende 2015. Gold wird als Krisenschutz in einem überschuldeten Finanzsystem bedeutend sein.

Wichtig ist für 2019, dass Anleger auch mit weniger Rendite zufrieden sind – denn in den  kommenden zwei Jahren geht es wie bereits in 2018 nach der Euphorie der letzten 10 Jahre mehr um Vermögenssicherung als um exorbitante Gewinne.

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