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Gehaltsvergleich: Anlageberater auf der Sonnenseite

Quelle: Fotolia
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Das Durchschnittsgehalt der Berufsgruppe „Bankfachleute und Anlageberater“ beläuft sich nach der im aktuellen „Stern“ erschienenen Untersuchung auf 3.570 Euro brutto. Vor 20 Jahren floss in die Lohntüte dieser Berufsgruppe noch 1.900 Euro. Das ergibt einen inflationsbereinigten Aufschlag von 29 Prozent. Damit zählen Bank- und Anlageberater zu den 10 Berufsgruppen, deren Durchschnittsgehälter am meisten zugelegt haben.

Die höchsten Zunahmen konnten Grafiker und Designer (+85 Prozent, 4.690 Euro) Marketing- und Absatzfachleute (+63 Prozent, 3.640 Euro) und (Immobilien-)makler (+62 Prozent, 1.740 Euro) für sich verbuchen. Knapp die Hälfte der 100 untersuchten Berufsgruppen verdiente im Jahr 2008 inflationsbereinigt weniger als im Jahr 1990.

Zu den größten Verlierern zählen Werbefachleute (2.780 Euro, -38 Prozent), Zahntechniker (1.930 Euro, -32 Prozent) und Informatiker (3.260 Euro, -34 Prozent). Die größten Gehaltseinbußen verbuchten allerdings Ärzte. Statt 8.780 Euro verdienen sie im Durchschnitt nur noch 6.400 Euro, was ein inflationsbereinigtes Minus von 50 Prozent bedeutet.
Mit diesem Salär führen Ärzte die Liste der absoluten Durchschnittsgehälter allerdings nach wie vor an. Es folgen Verwaltungsfachleute aus dem höheren Dienst (5.110 Euro) und Geschäftsführer (4.920 Euro). Die Berufsgruppe „Bankfachleute und Anlageberater“, die nicht näher spezifiziert ist, belegt mit 3.570 Euro den 23. Platz unter 100 Berufsgruppen.

Die Daten der „Stern“-Untersuchung basieren maßgeblich auf einer repräsentativen Wiederholungsbefragung von 20.000 Personen und 11.000 Haushalten, die seit 25 Jahren im Auftrag des Deutschens Institut für Wirtschaftforschung (DIW) durchgeführt wird.
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