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Der Praxisfall Geld anlegen mit gutem Gewissen

Sozialbau in Berlin
Sozialbau in Berlin: Manche Anleger wollen mit ihrem Geld wirklich etwas bewegen. | Foto: Imago Images / Schöning

Der Fall

Tanja von Glici ist 50 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Seit Jahren leitet sie eine soziale Einrichtung. Eines Tages schenkt ihr ihre Mutter 60.000 Euro, sozusagen als vorgezogenes Erbe. Zugleich teilt ihre Bank ihr mit, dass sie künftig Strafzinsen zahlen soll. Auf ihrem Tagesgeldkonto liegen 110.000 Euro, die Barreserve auf dem Girokonto macht 10.000 Euro aus. Aufgeschreckt möchte sie sich nun um ihr Geld kümmern.

Jedoch möchte sie es als ausgesprochen sozial denkender Mensch nicht nur rentabel, sondern auch sinnvoll anlegen. Vielleicht könnte sie sogar den Wohnungsbau ein wenig unterstützen, das fände sie gut.

Illustrationen: Freepik/www.flaticon.com, pch.vector/Freepik

Der Vorschlag

Aufgeschreckt durch die Negativzinsen auf ihrem Tagesgeldkonto kam Frau von Glici zu uns. Das Wichtigste sei für sie, dass ihr Geld sinnvoll arbeite, teilte sie uns mit. Nachhaltigkeit sei ihr eine Herzensangelegenheit. Durch die Presse ist Frau von Glici ein wenig verunsichert. Sie hat von Begriffen wie ESG, Greenwashing, Artikel 6, 8 und 9 gelesen und kann den Sachverhalt selbst nicht richtig einordnen. Sie fühlt sich damit überfordert. Am liebsten möchte sie ihr Geld in vertrauenswürdige Hände geben.