Egon Wachtendorf

Egon Wachtendorf

Geldmarktfonds: Die Freiheit des Geldes

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Allein bis Ende November flossen dort netto mehr als 26 Milliarden Euro ab. Es ist eine Abstimmung mit den Füßen, die bereits 2008 begann: Erst führte die mitunter durchaus berechtigte Furcht vor toxischen Ablagerungen in den Portfolios zu einer Verkaufspanik, dann kam der massive Renditeverfall hinzu.

Weil die reguläre Managementgebühr inzwischen oftmals die am Interbankenmarkt gezahlten Zinssätze übersteigt, stellt sich in der Tat die Frage nach der Daseinsberechtigung eines Produkts, das bei seiner Einführung in den 90er Jahren große Hoffnungen weckte. Hoffnungen auf Wachstum, aber auch auf neue Freiheiten. Träte nächste Woche ein Verbot von Geldmarktfonds in Kraft, wohl kaum jemand würde sie vermissen. Längst halten Direktbanken oder Fondsplattformen Alternativen bereit. Dieses grundsätzliche Angebot zu nutzen und damit flexibel und frei zu bleiben, darauf sollte jedoch niemand verzichten. In unsicheren Zeiten ist Liquidität ein hohes Gut – egal, ob sie mit 1,5 oder 5,5 Prozent verzinst wird.

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