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Geldpolitik 2 Forderungen an die weltweit wichtigsten Notenbanken

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Synchroner globaler Konjunkturaufschwung

Erstmals seit Jahren befinden sich alle wichtigen Wirtschaftsräume synchron im Aufschwung. Sowohl in den USA, Europa und Japan als auch in den Schwellenländern stehen die Zeichen auf Wachstum. In unterschiedlicher Dynamik zwar, aber eben alle mit gleicher Richtung. Für die Kapitalmärkte ist dieser synchrone Konjunkturverlauf eine wesentliche Antriebsfeder.

Grafik: Union Investment

Für die Politik der wichtigsten Notenbanken heißt das aus unserer Sicht:

  • Die Fed dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach bei ihrer nächsten Sitzung die Zinsen erhöhen und der Maßnahme zwei weitere Zinsschritte im laufenden Jahr folgen lassen. Darüber hinaus gewinnt die Frage an Dringlichkeit, inwiefern die Notenbank die Wiederanlage der Mittel von auslaufenden Anleihen neu ausrichten wird. Ein Aussetzen der Reinvestitionen wäre gleichbedeutend mit einer weiteren geldpolitischen Straffung.
  • Im Euroraum steht keine Zinserhöhung auf der Agenda. Aber auch hier sind die Hinweise eindeutig: Angesichts des volkswirtschaftlichen Umfeldes muss sich die EZB mit den nächsten Schritten hin zu einer Normalisierung der Geldpolitik beschäftigen. Diese Debatte wird eher früher als später an Fahrt aufnehmen und die Kapitalmärkte bewegen. Eine weitere Reduzierung des monatlichen Kaufvolumens noch in diesem Jahr ist nicht ausgeschlossen.
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