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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble: Die Weltwirtschaft sei wie ein Drogenabhängiger von der Geldpolitik abhängig (Foto: Getty Images)

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble: Die Weltwirtschaft sei wie ein Drogenabhängiger von der Geldpolitik abhängig (Foto: Getty Images)

Geldpolitik wirkt wie Drogen

Schäuble fordert Zinserhöhung

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble warnt, dass die Weltwirtschaft wie ein Drogenabhängiger von der Geldpolitik abhängig ist. Beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erklärte Schäuble am Dienstag in Berlin, dass Ökonomen die Normalisierung der Geldpolitik als einen der größten Risikofaktoren für die Weltwirtschaft ansehen.

Wenn eine Normalisierung als Risiko angesehen werde, lasse das doch vermuten, „dass wir in einer Situation sind, wie ein Drogenabhängiger“, sagte Schäuble.

Während die Bundesregierung regelmäßig die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB) beteuert, wird Schäuble in seiner Kritik am Kurs der EZB immer deutlicher. Erstmals forderte er offen eine Zinserhöhung. Es sei „natürlich ungesund“, dass AAA-Staatsanleihen keinen Realzins haben.

Probleme bei Alterssicherung

Er sei „unglücklich“ über das niedrige Zinsniveau, weil es in der Alterssicherung und in vielen Bereichen zu Problemen führe. „Ein kleiner Realzins sollte wieder eingeführt werden“, forderte der Finanzminister.

Mit Blick auf die Finanzpolitik bekräftigte Schäuble erneut, 2016 ohne Neuverschuldung auskommen zu wollen. Die Zuwanderung sei allerdings eine Herausforderung mit einem „wahnsinnig großen Risikopotenzial“.

Eine Änderung des Stabilitätspakts auf europäischer Ebene, um finanzpolitischen Spielraum für Flüchtlingskosten zu schaffen, lehnt Schäuble ab. Das Argument der Flüchtlingskosten sei eine „faule Ausrede“, da Länder, die keine Flüchtlinge aufnehmen, auch nicht mit steigenden Flüchtlingskosten zu rechnen hätten.

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