Geldsorgen im Alter

Jeder Zweite will bAV

Mit Sorge um ihre finanzielle Lage blicken viele Arbeitnehmer in die Zukunft. Nur ein Viertel (26 Prozent) der Deutschen geht davon aus, dass die gesetzliche Rentenversicherung zum Leben ausreichen wird. Das geht aus einer Studie mit dem Titel „Altersversorgung und bAV aus Mitarbeitersicht“ von Towers Watson hervor, für die 2.000 deutsche Arbeitnehmer befragt wurden. 

Abbildung: Wenig Vertrauen in die gesetzliche Rente (Quelle: Towers-Watson-Studie "bAV und Altersversorgung aus Mitarbeitersicht" (Datenauszug für Deutschland)


Wenn die Rente nicht ausreicht, müssen andere Einkommensquellen her. Hier sehen die Arbeitnehmer die betriebliche Altersvorsorge (bAV) in der Pflicht. Für 45 Prozent der Befragten ist sie mindestens die zweitwichtigste Einkommensquelle im Alter.

Tatsächlich rechnet sich die bAV nicht nur für Angestellte, für die die Betriebsrente mit einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis punktet (meinen 47 Prozent). Auch Arbeitgeber haben etwas davon, wenn sie ihren Mitarbeitern eine bAV anbieten. Das Angebot einer betrieblichen Vorsorge bindet alte Mitarbeiter und wirbt neue. Daher sprachen sich in der Studie „Is 75 the new 65?“ (von Economist Intelligence Unit) 64 Prozent der deutschen Unternehmen dafür aus, die Mitarbeiter bei der Altersvorsorge zu unterstützen.

Ein Weg zur gelungenen bAV führt über „Opting-Out-Modelle“. Dabei werden alle Mitarbeiter automatisch in den betrieblichen Vorsorgeplan aufgenommen. Wenn sie keine bAV wollen, müssen sie sich explizit dagegen aussprechen. Das Modell kommt gut an: 60 Prozent der Unternehmen in einer weiteren Befragung von Towers Watson können sich so etwas vorstellen. Von den Angestellten in Unternehmen mit „Opting-Out-bAV“ sind 72 Prozent zufrieden mit dem Modell.

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