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Britische Finanzaufsicht handelt Geldstrafen für GAM und Ex-Fondsmanager Haywood

GAM-Chef Peter Sanderson
GAM-Chef Peter Sanderson: „Wir akzeptieren die Feststellungen der FCA vollumfänglich.“ | Foto: GAM

Die britische Finanzaufsicht „Financial Conduct Authority” (FCA) hat gegen die Investmentgesellschaft GAM und deren ehemaligen Starfondsmanager Timothy Haywood Geldstrafen ausgesprochen. Wie die Behörde mitteilt, muss die britische GAM-Tochter GAM International Management 9,1 Millionen Britische Pfund zahlen. Für Haywood sind es 230.037 Pfund. Umgerechnet sind das rund 10,7 Millionen Euro und rund 271.000 Euro. Als Gründe nannte die Behörde Interessenkonflikte sowie Geschenke und Bewirtung.

Sowohl GAM als auch Haywood hatten sich bereit erklärt, mit der FCA zusammenzuarbeiten. Deshalb bekamen sie auf die Strafe einen Nachlass von 30 Prozent, der in den oben genannten Summen bereits berücksichtigt ist.

GAM nahm anschließend Stellung. Es gebe „keine weiteren aufsichtsrechtlichen Untersuchungen gegen GAM“ teilte das Unternehmen mit. Trotz Strafe stehe man finanziell solide da, die Liquidität betrage derzeit 250 Millionen Schweizer Franken, also etwa 240 Millionen Euro.

Firmenchef Peter Sanderson äußerte sich so:

Wir akzeptieren die Feststellungen der FCA vollumfänglich und erkennen die Unzulänglichkeiten in Bezug auf Interessenskonflikte an, die zwischen Ende 2014 und Anfang 2018 in unserem Unternehmen aufgetreten sind.

Seitdem haben wir unser Senior Management Team, unsere Governance, unsere Kontrollrahmen, unsere Richtlinien und Schulungen erheblich verstärkt. Damit haben wir sichergestellt, dass die Lehren aus dieser Zeit in unserem Unternehmen und unserer Kultur vollständig aufgegangen sind.

GAM war im Sommer 2018 in Schwierigkeiten geraten, als herauskam, dass Haywood als Fondsmanager gegen Anlage- und Verhaltensrichtlinien verstoßen hatte. Obwohl das Unternehmen den Manager umgehend beurlaubte, zogen Anleger viel Geld ab.

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