Abigail Johnson: Die 52-Jährige ist Chefin von Fidelity Investments. 1946 gründete ihr Großvater den heute zweitgrößten Fondsverwalter der Welt. Foto: Fidelity

Abigail Johnson: Die 52-Jährige ist Chefin von Fidelity Investments. 1946 gründete ihr Großvater den heute zweitgrößten Fondsverwalter der Welt. Foto: Fidelity

Generationenwechsel

Abigail Johnson wird Chefin von Fidelity

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Abigail Johnson wird Chefin von Fidelity: Als Aktienanalystin hatte sie bei der Firma, die ihr Großvater 1946 gegründet hatte, angefangen. Jetzt übernimmt die 52-Jährige die Geschäfte der weltweit zweitgrößten Fondsgesellschaft von ihrem inzwischen 84-jährigen Vater Edward C. Johnson, der das Unternehmen jahrelang geleitet hat. Edward C. Johnson wechselt in den Aufsichtsrat von Fidelity. Es sei ein weiterer Schritt in der lange geplanten Entwicklung, dass Abigail die Firma ihres Großvaters übernehme, sagte ein Fidelity-Mitarbeiter.

Lange war Fidelity bekannt für seine Aktienauswahl, wie etwa der von Peter Lynch und Gerald Tsai. In den vergangenen Jahren, in denen Investoren scharenweise in börsengehandelte Indexfonds (ETFs) und andere passive Strategien anlegten, hat die Firma darum gekämpft, ihre aktiv gemanagten Aktienfonds zu steigern.

Zu ihren Plänen mit der Firma hat sich Abigail Johnson öffentlich noch nicht geäußert. Fidelity bemüht sich allerdings, im Bereich ETFs mit eigenen Produkten am Wachstum Teil zu haben sowie mit Kooperationen mit Blackrock.

Johnsons Aufstieg macht sie damit zur höchstrangigen Frau in der 12 Billionen US-Dollar schweren Fonds-Industrie. Zwar gibt es bei Blackrock und Pimco ebenfalls Frauen auf wichtigen Posten, doch Johnsons Stellung als Managerin einer Firma, die ein Volumen von 2 Billionen US-Dollar verwaltet, ist bislang einzigartig.

Abigail Johnson verfügt über Eigenkapital in Höhe von 9 Milliarden US-Dollar und hält mehr als die Häfte der Familienanteile der Fidelity-Holding FMR. Ihr Vermögen wird auf 16,2 Milliarden US-Dollar geschätzt. Sie ist sehr öffentlichkeitsscheu, meidet Interviews ebenso wie die Veröffentlichung ihres Vermögens.

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