Der von „Elite Reference“ zum Soros-Zwilling gekürte <br> Joschka Fischer. Quelle: Getty Images

Der von „Elite Reference“ zum Soros-Zwilling gekürte
Joschka Fischer. Quelle: Getty Images

George Soros-Double: Chinesische Zeitung ernennt Joschka Fischer zum Finanzinvestor

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Einen peinlichen Fotofehler entdeckte „Welt Online“ in Pekings Wochenzeitung „Qingnian Cankao“ („Elite Reference“). In ihrer Titelgeschichte berichtet die Zeitung über den berühmten Finanzinvestor George Soros, der vor kurzem seinen Hedgefonds für fremde Investoren dicht machte. Soros wolle gar nicht aufhören, mutmaßen die Chinesen, sondern denke angestrengt darüber nach, wie er seine Finanzgeschäfte nach China verlagern könne.

Doch anstatt des Finanzinvestors zeigt der Artikel den grünen Ex-Außenminister Joschka Fischer. Von einem Flüchtigkeitsfehler kann dabei wohl keine Rede sein, da die Redaktion in ihrer Titelgeschichte gleich zwei Fotos von Fischer unterbringt. „Ein peinlicher Fehler, weil Fischer auch in China gut bekannt ist“, kommentiert „Welt Online“.

„Welt Online“-Leser hingegen sehen das nicht so eng und stellen sogar eine gewisse Ähnlichkeit zwischen den beiden Prominenten fest. „Ich hielt Joschka schon immer für einen Spekulanten. Es war doch alles Spekulation. Oder hat er je etwas Fundiertes gemacht?“ meint der Leser „Gast“. Ein anderer Leser mit dem Spitznamen „Ugaga“ erläutert das noch ausführlicher. „Der eine hat früher Bücher geklaut, der andere beklaut ganze Volkswirtschaften durch zweifelhafte Geschäfte. Der Unterschied liegt nur in der Dimension des angerichteten Schadens“, schreibt er.

„Fischer erwischt! Die Chinesen wissen es einfach eher als wir, in drei Wochen gibt er alles zu“, schreibt „Erika Merkel“. Der Leser „Lifeng“ zeigt indes Verständnis für die chinesischen Redakteure „Kann ja mal passieren, Menschen aus dem Westen sehen für Asiaten alle gleich aus“.

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