George Soros: „Euro-Krise ist gefährlicher als der Zusammenbruch 2008“

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Nachdem die griechischen Gewerkschaften sich geweigert haben, Lohnkürzungen zuzustimmen, rückt die Pleite des hellenischen Staates immer näher. Griechenlands Ministerpräsident Loukas Papademos sieht dadurch die nächste Kredit-Tranche der internationalen Geldgeber in Gefahr. Sollte die Zahlung ausbleiben, drohe den Hellenen bereits im März eine „unkontrollierte Staatspleite“, warnt der Politiker.

Der Zahlungsausfall eines EU-Staates könnte zum Zusammenbruch der gesamten Währungsunion führen, befürchtet die Europäische Zentralbank (EZB). Und das wäre nach Ansicht der Hedgefonds-Legende George Soros eine Katastrophe – nicht nur für Europa, sondern auch für das weltweite Finanzsystem. Die Krise in der Euro-Zone sei „ernsthafter und gefährlicher als der Zusammenbruch von 2008“, zitiert die „Economic Times“ den Finanzinvestor.

Vorschläge zur Lösung der Krise präsentiert die Hedgefonds-Legende indes nicht. Es sei derzeit nicht klar, ob die Krise eingedämmt werden kann, erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Vielen Menschen erscheine die aktuelle Krise als unlösbar. Auch die Märkte hätten bereits begonnen, die Möglichkeit eines Auseinanderfallens der Euro-Zone einzupreisen.

Open Society: The show must go on

Unterdessen treibt der weltweit siebtreichste Mann und Philanthrop Soros die Arbeit seiner Open Society Foundation – einer Stiftung, die für Demokratie kämpft – voran. Nach einer Myanmar-Reise und dem Treffen mit der Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat sich Soros bereit erklärt, eine offizielle Repräsentanz der Stiftung in dem südostasiatischen Land zu eröffnen. „Damit soll der Übergang Myanmars von einer geschlossenen zu einer offenen Gesellschaft vorangetrieben werden“, erklärte Soros gegenüber „Jakarta Globe“.

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