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Geringstes Wachstum seit 2009 Chinas Produktion schwächelt

Das Bruttoinlandsprodukt nahm in den drei Monaten bis Ende März um 7,0 Prozent zu, wie das Statistikamt am Mittwoch in Peking mitteilte. Das entsprach der Median-Schätzung von Ökonomen und dem Jahreswachstumsziel der Regierung.

Zahlen für den Monat März zeigten, dass das Wachstum der Industrieproduktion mit 5,6 Prozent schwächer ausfiel als alle 40 Schätzungen in einer Umfrage von Bloomberg News.

Zwar hat die chinesische Führung Toleranz gegenüber einer schwächeren Expansion signalisiert, da sie die Risiken im Kredit- und Anleihemarkt im Griff behalten und gegen Korruption und Umweltverschmutzung vorgehen will. Doch sprechen die heutigen Zahlen dafür, dass die Regierung ihre Konjunkturanreize verstärken dürfte. Ministerpräsident Li Keqiang hat bereits die Vorschriften für den Kauf von Immobilien gelockert, zweimal die Zinsen gesenkt und die Mindestreserve der Banken verringert.

„Der konjunkturelle Schwung war im März deutlicher nach unten gerichtet“, sagte Andrew Polk, Ökonom beim Conference Board in Peking. „Als Folge ist eine weitere Schwäche im zweiten Quartal zu erwarten sowie eine stärkere politische Antwort.“

Li steuert die Volkswirtschaft weg von einem durch Schulden angeheizten Investitionswachstum hin zu mehr Dienstleistungen und Konsum. Im ersten Quartal entfielen auf den Dienstleistungssektor bereits 51,6 Prozent vom BIP - 8,7 Prozentpunkte mehr als auf den Produktionssektor.

Im letzten Monat hatte Li geäußert, die Regierung werde eingreifen und die Wirtschaft stützen, falls Arbeitsplätze und Löhne durch die Abschwächung beeinträchtigt würden. Das Statistikamt beschrieb die Lage am Arbeitsmarkt am Mittwoch mit „hauptsächlich stabil“, im Vergleich zu „insgesamt stabil“ im Quartal zuvor.

„Es könnte Anzeichen der Verschlechterung im Arbeitsmarkt geben. Und wenn sich der Konsum als Folge daraus auch verschlechtert, dann wird die Regierung mehr tun müssen“, sagte Li Wei, China- und Asien-Ökonom bei der Commonwealth Bank of Australia in Sydney.
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