Dieses Haus in der Kistlerhofstraße, München, ist Bestandteil des Wealthcap Immobilien Deutschland 39 Foto: Wealthcap

Nach starkem Vorjahr

Geschäft mit geschlossenen Fonds bricht ein

Im Jahr 2020 sammelten geschlossene Publikumsfonds, genauer: geschlossene Alternative Investmentfonds (AIF) für Privatanleger, rund 1,2 Milliarden Euro Eigenkapital ein. Das sind rund 330 Millionen Euro weniger als im Vorjahr, was einem Rückgang um 21 Prozent entspricht. Das meldet das Analysehaus Scope. Wobei die folgende Grafik den Misserfolg wieder relativiert, denn 2018 lag der Absatz noch tiefer als 2020.

Dem Scope-Bericht zufolge verteilte sich das Geld grundsätzlich auf 57 solcher geschlossenen Publikums-AIFs. Fünf Anbieter gehören zu den Hauptgewinnern, denn sie allein sammelten bei Anlegern 727 Millionen Euro ein. Und das sind sie:

  1. Wealthcap (Platzierungsvolumen 2020: 166 Millionen Euro in acht Fonds)
  2. Jamestown (161 Millionen Euro, ein Fonds)
  3. ZBI (160 Millionen Euro, zwei Fonds)
  4. DF Deutsche Finance (144 Millionen Euro, drei Fonds)
  5. Project (96 Millionen Euro, drei Fonds)

Auf die Anlageklassen bezogen, standen 2020 Immobilien ganz oben auf den Kaufzetteln. Rund 69 Prozent, also 842 Millionen Euro des angelegten Geldes flossen in entsprechende Produkte. Auf Platz 2 folgen mit einigem Abstand direkte Unternehmensbeteiligungen (Private Equity) mit 249 Millionen Euro und auf Platz 3 landen Mischfonds mit 73 Millionen Euro.

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