DAS INVESTMENT: Welche marktrelevanten Themen werden das Jahr 2026 besonders prägen und wie plant Ihr Unternehmen, darauf zu reagieren?

Torsten Uhlig: Das Jahr 2026 wird von geopolitischen Unsicherheiten, einer verhaltenen Konjunktur und dem Fachkräftemangel geprägt sein. Die Antwort der Signal Iduna   auf diese Herausforderungen ist die Strategie „Momentum 2030“, die konsequent auf eine Steigerung von Produktivität, Kundenorientierung und Profitabilität abzielt. Im Mittelpunkt stehen dabei der strategische Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Effizienzsteigerung sowie die weitere Modernisierung der IT-Systeme zur Verbesserung des Services.

Torsten Uhlig, @ SIGNAL IDUNA 

Auf welche Sparte beziehungsweise welches Geschäftsfeld fokussieren Sie sich besonders?

Uhlig: Der Fokus gilt klar den Kernzielgruppen im Handwerk, Handel und im öffentlichen Dienst, um unsere gute Marktpositionierung weiter zu schärfen. Ziel ist es, unter anderem im Mittelstand nicht nur die Unternehmen selbst, sondern auch deren Inhaberinnen und Inhaber sowie Mitarbeitenden noch umfassender zu versichern. Untermauert wird dieser Anspruch durch die Entwicklung spezifischer Branchenkonzepte und maßgeschneiderter Produkte.

Welche Produktentwicklungen oder Weiterentwicklungen planen Sie für 2026?

Uhlig: Für 2026 sind mehrere Produktinitiativen geplant, darunter ein neuer Krankenversicherungstarif für Beamte. Das Firmenkundengeschäft konzentriert sich auf die Weiterentwicklung von Branchenkonzepten für Handel und Handwerk, insbesondere im wichtigen Feld der Cyberversicherungen. Darüber hinaus sind gezielte Produktneuerungen in der Unfallversicherung und in der Fonds-Vermögensverwaltung vorgesehen.

Planen Sie Kooperationen, Zukäufe oder Bestandsbereinigungen für das kommende Jahr?

Uhlig: Eine Akquisition ist für 2026 nicht konkret geplant. Ich kann mir grundsätzlich Kooperationen vorstellen, um technologische oder regulatorische Herausforderungen gemeinsam mit anderen Marktteilnehmern zu bewältigen. Zur Steigerung der Profitabilität wurden bereits unrentable Geschäftsverbindungen bereinigt, und dieser Kurs wird zur Stärkung des Gesamtportfolios fortgesetzt.

Welche Entwicklungen bei Ihren Standorten und Mitarbeitern sind für 2026 zu erwarten?

Uhlig: Angesichts einer bevorstehenden Pensionierungswelle und des demografischen Wandels wird 2026 für die Belegschaft ein Jahr der Transformation. Um den Verlust von wertvollem Fachwissen aufzufangen und die Produktivität zu steigern, haben wir den KI-Assistent „CoSI“ unternehmensweit eingeführt. Alle Mitarbeitenden erhalten verpflichtende Schulungen, um die Potenziale der neuen Technologie im Arbeitsalltag zu nutzen und so die digitale Weiterentwicklung aktiv mitzugestalten.

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Was ist Ihre wichtigste Botschaft an Ihre Vertriebspartner für 2026?

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Uhlig: Die wichtigste Botschaft an die Vertriebspartner ist der aufrichtige Dank für ihren unermüdlichen Einsatz, der zu einem historischen Neugeschäftserfolg im Jahr 2025 geführt hat. Sie werden auch künftig mit modernen Werkzeugen unterstützt, um Freiräume für die qualitativ hochwertige Kundenberatung zu schaffen. 

Wie werden Sie Ihre IT-Infrastruktur und Prozesse weiterentwickeln?

Uhlig: Die Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur und -Prozesse erfolgt 2026 konsequent im Rahmen einer langfristig angelegten Roadmap. Ein strategischer Schwerpunkt liegt auf dem unternehmensweiten Ausbau des KI-Assistenten, um sowohl die Produktivität als auch die Servicequalität signifikant zu steigern. Parallel dazu wird intensiv an der Umsetzung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Vait/Dora) gearbeitet, um die IT-Sicherheit und operative Resilienz des Unternehmens weiter zu stärken.