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Umfrage zur Altersvorsorge Gesetzliche Rente verliert in der Krise an Vertrauen

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Frauen vertrauen weniger auf Wertpapiere

Auffällige Unterschiede offenbart die HDI-Untersuchung auch zwischen berufstätigen Frauen und Männern bei der Altersvorsorge. Beinahe doppelt so häufig werden Aktien, Fonds und Anleihen von Männern als vertrauenswürdigste Vorsorgeform eingeschätzt wie von Frauen (24 zu 13 Prozent). Bei der Beurteilung anderer Vorsorgeformen sind sich beide Geschlechter weitgehend einig - mit zwei interessanten Ausnahmen: So haben immerhin 15 Prozent der berufstätigen Männer das größte Vertrauen beim Aufbau einer Altersvorsorge in Wertgegenstände wie etwa Gold, Schmuck, Kunst oder Antiquitäten. Frauen sehen das mit 11 Prozent deutlich seltener so. Zudem haben nur 19 Prozent der berufstätigen Frauen das größte Vertrauen bei der Altersvorsorge in die gesetzliche Rente. Unter berufstätigen Männern sind es mit 24 Prozent signifikant mehr.

Das Vertrauen in Wertpapiere zur Altersvorsorge ist bei Männern fast doppelt so hoch wie bei Frauen Quelle: HDI Lebensversicherung AG

Immobilien haben größte Fans im Westen

Das eigene Haus oder eine eigene Wohnung werden zwar im Osten wie im Westen Deutschlands als vertrauenswürdigste Vorsorgeform gesehen. Im Westen ist das aber mit 53 Prozent der Beschäftigten deutlich häufiger der Fall als im Osten mit 45 Prozent. Die größten Immobilien-Fans wohnen dabei in Rheinland-Pfalz sowie Hessen (je 59 Prozent). In Rheinland-Pfalz werden auch vermietete Immobilien so häufig wie sonst nirgends in Deutschland als vertrauenswürdigste Form der Altersvorsorge angesehen.

In Westdeutschland ist das Vertrauen in eine eigene Immobilie höher als im Osten Quelle: HDI Lebensversicherung AG

Gefälle zwischen Ost- und Westdeutschland

Bei Aktien, Fonds oder Anleihen zur Altersvorsorge zeigt sich ein Gefälle zwischen alten und neuen Bundesländern. So haben etwa in Hamburg und Berlin mit 22 Prozent wesentlich mehr Beschäftigte das größte Vertrauen in diese Vorsorgeform als in Mecklenburg-Vorpommern (12 Prozent) oder Sachsen-Anhalt (14 Prozent). Dagegen ist das Zutrauen in Wertgegenstände wie Gold, Schmuck, Kunst oder Antiquitäten als Altersvorsorge im Osten größer als im Westen. Deutlicher Spitzenreiter sind die Sachsen: Exakt jeder fünfte setzt hier in diese Anlageform das meiste Vertrauen bei der Altersvorsorge (20 Prozent).

Die Corona-Erfahrung spaltet die Meinung zwischen den Generationen Quelle: HDI Lebensversicherung AG
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