Gesundheitsminister Spahn Krankenkassen sollen fürs Fettabsaugen bezahlen

Will sich für weitere Kassenleistungen einsetzen: Gesundheitsminister Jens Spahn bei der letzten Kabinettssitzung des Jahres 2018 in Berlin. 	 | © Getty Images

Will sich für weitere Kassenleistungen einsetzen: Gesundheitsminister Jens Spahn bei der letzten Kabinettssitzung des Jahres 2018 in Berlin. Foto: Getty Images

Bis zu drei Millionen Frauen mit krankhaften Fettverteilungsstörungen leiden nach Ansicht von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) „täglich darunter, dass die Krankenkassen ihre Therapie nach einem Gerichtsurteil nicht bezahlen“. Ihnen wolle er schnell helfen, sagte Spahn der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Denn: Bisher weigerten sich die gesetzlichen Krankenversicherer, die sogenannte „Liposuktion zur Behandlung des Lipödems“ – die Absaugung von Körperfett – zu bezahlen, weil der Nutzen aus Sicht der Kassen „noch nicht hinreichend belegt“ sei, so der CDU-Politiker.

Um sein Vorhaben schnell durchsetzen zu können, habe Spahn einen Ergänzungsantrag zu seinem Terminservice- und Versorgungsgesetz gestellt, das derzeit noch im Bundestag beraten werde. Sein Ziel: selbst zu entscheiden, was die Kassen zahlen müssen und was nicht. Bisher passiere das noch über die Selbstverwaltung der Ärzte, Krankenhäuser und Kassen.