Christian Gärtner, I.C.M. Investmentbank (l) und <br> Thomas Heyden, Heyden & Steindl

Christian Gärtner, I.C.M. Investmentbank (l) und
Thomas Heyden, Heyden & Steindl

Gewinner & Verlierer: Erfolg im Abonnement und die Grenzen der Theorie

//
Die Praxis muss immer auf guter Theorie beruhen“ – gemäß diesem da-Vinci-Zitat lässt sich die Berliner I.C.M. Investmentbank das Research für ihren weltweit anlegenden Mischfonds Leonardo UI etwas kosten.

Um im Auf und Ab der Märkte möglichst gut positioniert zu sein, hat sie die monatlich aktualisierten Asset-Allocation- Empfehlungen der kanadischen Analysegesellschaft BCA Research abonniert. Deren seit 1985 veröffentlichtes, aus den Bausteinen Aktien, Renten, Rohstoffe und Cash bestehendes Portfolio hat sich in den vergangenen 27 Jahren deutlich besser entwickelt als die globalen Aktien- und Rentenindizes.

Dem Leonardo UI gab jüngst vor allem der Rat Rückenwind, für jeweils rund 20 Prozent des Fondsvermögens spanische und italienische Staatsanleihen zu kaufen. Beide Positionen sind mittlerweile bis auf einen kleinen Rest geschlossen, die im Laufe des ersten Quartals von 47 auf 71 Prozent angehobene Aktienquote sank bei der jüngsten Portfolio-Anpassung wieder auf 60 Prozent.

>> Vergrößern


Seinem Ziel, in jedem Kalenderjahr einen Gewinn zu erwirtschaften, kam der Tomac Offensiv des Bad Homburger Hedge- Fonds-Anbieters Heyden & Steindl 2011 zum ersten Mal seit 2008 wieder ziemlich nahe. Die Trendwende der Aktienmärkte im Dezember und die dazwischen liegenden Jahre 2009 und 2010 zeigen jedoch die Grenzen des zugrundeliegenden quantitativen Modells auf.

Obwohl das Volumen auf unter 2 Millionen Euro gesunken ist, will Fondsinitiator Thomas Heyden weitermachen: Unter seiner Regie geht der in Kürze mit dem Argentum-Fonds fusionierte Tomac Offensiv in Liechtenstein unter dem Namen HSFC Global Chance neu an den Start. 

Mehr zum Thema
Top-Treff für Vermögensverwalter: 1. Münchener Vermögenstag
ICM Equity Partners setzt auf US-Immobilienkrise
nach oben