Gewinnrückgang

GAM streicht 165 Stellen

//

Der Nettogewinn der GAM Holding ging auf 80,9 Millionen Franken zurück, im Vergleich zu 90,8 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum, wie GAM am Dienstag aus Zürich mitteilte. Der geplante Stellenabbau entspreche einer Verringerung der Mitarbeiterzahl um rund 15 Prozent in den nächsten 18 Monaten und sei Teil eines Kostensenkungsprogramms, hieß es weiter. GAM war aus der Aufspaltung von Julius Bär hervorgegangen.

CEO Alexander Friedman, der im vergangene Jahr die Leitung bei GAM übernahm, nachdem er als Global Chief Investment Officer für die Kapitalanlagen bei der Schweizer Großbank UBS verantwortlich war, ist bestrebt den Gewinn anzukurbeln. Wie es in der Mitteilung hieß, beeinträchtigte die Aufwertung des Schweizer Frankens die Entwicklung der verwalteten Vermögen und wirkte sich auf den Gewinn aus. GAM ist an Zukäufen interessiert, um die Position in den Märkten, darunter die USA, zu stärken.

“GAM ist dabei, einen ehrgeizigen, aber realistischen Wachstumsplan umzusetzen”, erklärte Friedman, 44, in der Mitteilung. “Gleichzeitig haben wir die externen Herausforderungen während des ersten Halbjahres dank einer positiven Geschäftsdynamik erfolgreich gemeistert.”

Die Neuausrichtung des Betriebsmodells soll bis Ende 2016 zu geschätzten Kosteneinsparungen von jährlich über 20 Millionen Franken führen. Unter anderem sollen die Produktpalette gestrafft und die Bekanntheit der Marke erhöht werden.

Darüber hinaus teilte GAM mit, dass die Immobilienfinanzierungssparte von Renshaw Bay LLP erworben wird. Die Londoner Gesellschaft verwaltet mit zehn Investmentspezialisten ein von Kunden zugesagtes Investitionskapital in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar. Über die nächsten Monate soll das Team neue Produkte unter der Marke GAM auf den Marktbringen, die in Senior Structured und Mezzanine- Hypothekenschulden investieren.

Mehr zum Thema
nach oben