Gezielt investieren und langfristig gut aufstellen

//

(Quelle: DAS INVESTMENT) Dass Fidelity schon von den Abgeltungssteuerplänen der Bundesregierung wusste, als die Fondsgesellschaft 2003 ihre Target-Familie nach Deutschland brachte, ist eher unwahrscheinlich. Viel wahrscheinlicher hingegen ist, dass sich die Fonds 2008 zum Absatzschlager entwickeln. Denn sie eignen sich sehr gut für Anleger, die langfristig investieren und Steuerabschläge auf ihre Gewinne so gering wie möglich halten wollen.

Ab 2009 sind Kursgewinne nicht mehr steuerfrei. Wie Zinsen und Dividenden fallen sie dann unter die 25-prozentige Abgeltungssteuer. Werden die Kursgewinne bei einem Verkauf realisiert, zieht die depotführende Bank gleich ein Viertel der Erträge ab. Wer das vermeiden will, muss 2008 aktiv werden. Fonds, die bis zum Jahresende gekauft werden, bleiben nämlich verschont, hier können auch in 30 Jahren noch die Verkaufsgewinne steuerfrei vereinnahmt werden. Anleger sollten also möglichst Fonds wählen, in denen sie in allen Marktlagen investiert bleiben können, bis sie ihr Geld brauchen. Die Fidelity Target Funds sind hier eine gute Lösung.

Das Prinzip: Die Fonds haben eine feste Laufzeit. Es stehen sieben Varianten zur Auswahl mit Laufzeitende 2010, 2015, 2020, 2025, 2030, 2035 und 2040. Fondsmanager Richard Skelt richtet seine Anlagestrategie so aus, dass er bei Fälligkeit eine möglichst hohe Rendite erzielt, ohne zu hohe Risiken einzugehen. Dazu investiert er anfangs vornehmlich am internationalen und europäischen Aktienmarkt und schichtet dann schrittweise in sicherere Anleihen und schließlich in Geldmarktpapiere um. Je kürzer die Restlaufzeit, desto niedriger also der Aktienanteil. Läuft ein Fonds noch 20 Jahre oder mehr investiert Skelt nach seinem Modell zu 95 Prozent in Aktien und zu 5 Prozent in Anleihen. Ist er jedoch wenig optimistisch für den Aktienmarkt, kann er die Modellvorgaben jederzeit an seine Marktmeinung anpassen.

Nach dem Modell startete beispielsweise der Target 2010 Euro Fund im Jahr 2003 aufgrund seiner relativ kurzen Laufzeit mit 45 Prozent Aktien und 55 Prozent Renten. Mittlerweile hat Skelt den Aktienanteil weiter gesenkt, da nur noch wenig Zeit bleibt, um Einbrüche am Aktienmarkt auszusitzen. Bei den Target Funds 2030, 2035 und 2040 hingegen liegt die Aktienquote bei rund 95 Prozent.

Wichtig für Anleger ist, dass sie möglichst in den Fonds investieren, der ihrem Anlagehorizont entspricht. Es ist weniger sinnvoll, erst einen kurz laufenden Fonds zu wählen und dann in einen länger laufenden umzuschichten. Denn dann würde der Anleger seinen eigentlich längeren Zeithorizont nicht optimal für ein renditestärkeres Aktieninvestment nutzen. Die kommende Abgeltungssteuer bietet ab 2008 einen Grund mehr, sich eher langfristig aufzustellen. Eine Umschichtung in einen neuen Fonds ist steuerlich ein Verkauf und neuer Kauf. Die Altfallregelung mit der Steuerfreiheit der Veräußerungsgewinne gilt dann nicht mehr.

Kurz nach Auflage der ersten Target Funds in Deutschland bewertete die Rating-Agentur Standard & Poor’s aufgrund der bisherigen Erfolge von Fondsmanager Skelt die Target-Reihe bereits mit ihrer zweitbesten Note, einem AA.