Girokonten

Schweizerische Nationalbank führt Negativzins ein

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Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat einen negativen Zins eingeführt. Wie die Zentralbank aus Zürich am Donnerstag mitteilte, werden Guthaben ab einem Freibetrag von 10 Millionen Franken (8,3 Millionen Euro) auf ihren Girokonten mit einem Zins von -0,25 Prozent belastet. Der Negativzins soll ab dem 22. Dezember erhoben werden. Betroffen sind Banken und anderen Finanzinstitute, die Girokonten bei der Notenbank führen. Das Zielband für den Dreimonats-Libor wird auf -0,75 Prozent bis 0,25 Prozent ausgedehnt.

„In den letzten Tagen haben verschiedene Faktoren zu einer stärkeren Nachfrage nach sicheren Anlagen geführt”, hieß es in der Pressemitteilung der SNB. „Die Einführung von Negativzinsen macht das Halten von Frankenanlagen weniger attraktiv und unterstützt damit den Mindestkurs.”

Die SNB bekräftigte den Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro und erklärte, sie werde ihn „weiterhin mit aller Konsequenz durchsetzen”. Sie sei „bereit, wenn nötig unbeschränkt Devisen zu kaufen und weitere Maßnahmen zu ergreifen.”

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