Das Gleiche gilt für die so genannte U-6-Arbeitslosenquote (siehe Abbildung 5). Sie stellt zum einen die Zahl von Menschen dar, die dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen, weil sie die Hoffnung auf einen Arbeitsplatz verloren haben. Zum anderen zeigt sie die Zahl von Menschen auf, die in Teilzeit arbeiten, obwohl sie lieber Vollzeit arbeiten würden. Wenngleich diese Kennzahl noch kein normales Niveau erreicht hat, sinkt sie dennoch schnell genug, um als Grundlage für die Aufrechterhaltung des Leitzinses von null Prozent aufseiten der Fed geschwächt zu werden.



Erwerbsquote, Zahl der Einsteiger und Zahl der Wiedereinsteiger in den Arbeitsmarkt sehr schwach


Marktteilnehmer, die über den Rückgang der Erwerbsquote nach der Krise nachdenken, stellen sich allmählich die Frage: Wo sind sie, Janet? Wo sind die Scharen von Menschen, von denen Sie und viele andere sagten, sie würden wieder eine Erwerbstätigkeit aufnehmen, wenn sich die Bedingungen am Arbeitsmarkt bessern? Von diesen ausgegrenzten Arbeitnehmern wurde erwartet, dass sie das Tempo, mit dem die Arbeitslosenquote sinkt, verlangsamen und dadurch zukünftige Inflationstendenzen im Zaum halten. Doch auch wenn sich der Arbeitsmarkt seit einiger Zeit zum Besseren gewendet hat, waren die Erwerbsquote (siehe Abbildung 6) sowie die Zahl der Einsteiger und Wiedereinsteiger in den Arbeitsmarkt (siehe Abbildung 7) sehr schwach. Diese Daten deuten darauf hin, dass sich das Angebotsargument genauso abschwächt wie das Argument für die Aufrechterhaltung des US-Leitzinses von null Prozent.





Auch Daten über die Zahl von offenen Stellen sind ein überzeugendes Argument für die Fed, sich von der Nullzinspolitik zu verabschieden. Mit 5,0 Millionen lagen sie im Januar (siehe Abbildung 8) auf einem 14-Jahres-Hoch, das um 1,0 Millionen höher war als 2014. Dies geschah trotz des Beschäftigungszuwachses von 3 Millionen Menschen im Jahr 2014. Die Tatsache, dass sich die Zahl der offenen Stellen inmitten eines derart robusten Beschäftigungszuwachses so deutlich erhöht hat, deutet auf eines hin: selbst wenn die Vertreter des Angebotsarguments in ihrer Annahme korrekt sind, dass nach wie vor ein hoher Überschuss an Arbeitskräften besteht, erscheint die Nachfrage nach neuen Arbeitnehmern stark genug, um einen erheblichen Teil dieses verbleibenden Überschusses aufzunehmen.