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Bin Shi, Evan Brown und Suni Harford (v.l.): Die Experten von UBS Asset Management setzen langfristig auf China.  | © UBS Asset Management

Globale Investments 2019 Womit Anleger in der zweiten Jahreshäfte rechnen sollten

Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Politische Risiken, wie zum Beispiel Handelskriege oder der Brexit, könnten nach wie vor für Volatilität sorgen. Angesichts dieses dynamischen Makroumfelds sollten Anleger behände sein und ihre Anlagestrategie zur Generierung risikobereinigter Erträge diversifizieren.
  • In Anbetracht des Konjunkturrückgangs und der mit dem Handelskonflikt zwischen den USA und China verbundenen Risiken werden globale Aktien im Rahmen der taktischen Vermögensaufteilung bei UBS-AM nicht länger übergewichtet, sondern nur noch neutral gewichtet.
  • Anleger können weiterhin von strukturellen Gelegenheiten profitieren, und zwar insbesondere in China, wo der Großteil der Anleger gemessen am chinesischen Anteil an den globalen Märkten untergewichtet ist. In sämtlichen Indizes für Anleihen und Aktien aus Schwellenländern wird China schon bald die größte Komponente darstellen.

„Die spektakuläre Belebung der globalen Finanzmärkte Anfang 2019 hat für die Anleger die Schlagzeilen bestimmt – vor allem, da sie in starkem Kontrast zu den Verlusten und Volatilitätsschüben steht, die wir Ende 2018 verzeichnet hatten. Neben den besseren Wirtschaftsbedingungen in China ist die Abkehr der US Federal Reserve (Fed) von weiteren Zinserhöhungen der wesentliche Impuls hinter dieser Trendwende. Trotzdem bleibt die Investmentlandschaft komplex, und unterschwellige Risiken bestehen nach wie vor. Die Expansionsphase in den USA ist ab diesem Monat die längste in der Geschichte, und dies erinnert uns daran, dass nichts ewig währt“, gibt Suni Harford, Head of Investments, UBS-AM, zu bedenken.

Anlagechancen im Überblick:

  • Die wirtschaftliche Stabilisierung in China dürfte eine regere Anlagetätigkeit in dem Land zur Folge haben. Die meisten Anleger sind hier gemessen am chinesischen Anteil an den globalen Märkten untergewichtet, und es sprechen immer mehr Gründe für eine eigenständige Allokation in China.
  • Sachwerte und ähnliche alternative Anlagen dürften auch weiter als Diversifizierungsquellen dienen. Voraussetzung sind eine wohlüberlegte Auswahl von Vermögenswerten, ein intensives Anlagenmanagement und der Verkauf an den besten Käufer zum richtigen Zeitpunkt.
  • Anleger sind sich zunehmend dessen bewusst, dass auch Nachhaltigkeit einen Beitrag zur Verbesserung und zum Schutz einer Anlage leisten kann. Eine jüngst von Responsible Investor veröffentlichte größere Umfrage unter Vermögensinhabern bestätigt unsere Informationen: Fast die Hälfte der Anleger ist überzeugt, dass sich Nachhaltigkeit positiv auf die Ertragslage eines Unternehmens auswirken kann.
  • Durch ihre Entscheidung, von weiteren Zinserhöhungen zunächst abzusehen und ihre Geldpolitik möglicherweise zu lockern, entspricht die Fed zunehmend den insgesamt akkommodierenden Zentralbanken weltweit, was insbesondere Anleiheninhaber interessieren dürfte. So können Carry-Strategien möglicherweise eine Steigerung der Gesamtrenditen im verbleibenden Jahr 2019 erzielen.
  • Die Weltbank geht davon aus, dass auf die Schwellenländer in den nächsten fünf Jahren zwei Drittel des globalen Wirtschaftswachstums entfallen werden. Zudem wird die erwerbsfähige Bevölkerung dort in den nächsten zehn Jahren weltweit am stärksten wachsen. Somit werden Schwellenländer für Anleger geradezu unumgänglich.

Globales Makroumfeld und taktische Vermögensaufteilung

Die im Januar von der Fed vollzogene Kehrtwende – von einer straffen hin zu einer gelockerten Geldpolitik – verlieh Risikoanlagen deutlich Auftrieb; Abzinsungssätze sanken und die Wahrscheinlichkeit einer Verlängerung des Konjunkturzyklus stieg. Auch in China greifen die Lockerungsmaßnahmen allmählich und konnten der Wirtschaft einen Teil der durch den Schuldenabbau und die Handelskonflikte verursachten Last nehmen.

„Angesichts der gestiegenen Bewertungen von Risikoanlagen gewichten wir globale Aktien nicht länger über, sondern nur noch neutral, zumal der Wirtschaftsausblick mäßig ist und der Handels- und Technologiekonflikt zwischen den USA und China Risiken birgt. Unserer Ansicht nach spricht dieses Umfeld für einen neutralen Ansatz bei Risikoanlagen, der Absicherungen gegen geopolitische Risiken vorsieht“, erklärt Evan Brown, Head of Macro Asset Allocation Strategy, UBS-AM.

„Die anhaltende Unsicherheit in Bezug auf die Handelsgespräche zwischen den USA und China gefährdet das Vertrauen der Unternehmen. Letztlich rechnen wir jedoch mit einer gewissen Deeskalation, da beide Seiten großes Interesse daran haben, eine Konjunktur- und Marktschwäche abzuwenden“, so Brown weiter.

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